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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1882-01-01 · Heft 9 · p. Seite 389

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
31 (1882)
Issue
Heft 9
Article
Eine masoretische Studie
Date
1882-01-01
Page
Seite 389 (sequence 5)
Language
German
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Ursprung der Accentzeichen im Hebräischen. " 38S 4) Ich habe schon früher nachgewiesen, daß in V. Jesaia 45,1 die Accentuatoren die Accente nach einer agadischen Auslegung gesetzt haben, indem hier als einzige Ausnahme auf- Zarka nicht Segolta folgt, um nicht die beiden Wörter למשיחו לכורש zu verbinden, was gegen den sublimirten Messiasbegriff verstieße, obwohl sie syntaktisch nothwendig zusammen gehören (vgl. Jg. 1874, S. 45). Die Masorä hat bei למשיחו die Notiz: ליה: זרקא כלא סגול (bei Norzi). Dabei zeigt sich recht augenfällig die Schwankung bezüglich der Position der Accente. In unfern correkten Ausgaben hat das Wort לבורש ein Munach- Zeichen. In dem Codex, der Raschi vorlag, hatte das Wort ein Mercha (zu Megilla 12a): שאין לך טעם זרקא במקרא שאין סגול בא אחריו וכאן ננקד ב מ ארי ך להפרישו ולנתקו טעם משיח. In den altspanischen Codices hatte es ein Zarka (Chajug', Nihkud ed. Nult, p. .129): והורקא . . זה אחר זה שנים כמו למשיחו לפורש. In dem babylonischen Codex von 916 (ed. Strack) hat das Wort gar ein Rebia. Wie will man bei dieser. Schwankung ein rhythmisches Gesetz unterbringen? Jedenfalls folgt auch aus diesem Beispiele, daß die Accente in talmudischer Zeit (bis 560) nicht angebracht waren. Selbst eine geraume Zeit später, in der Zeit, als das Masöchet Sopherim gesammelt wurde» muß es solche noch nicht gegeben haben. Denn dieses quasimasoretische Werk bemerkt: für die Versabtheilung in Psalter existire keine Vorschrift, die Abschreiber pflegen dabei so und so zu verfahren. Mag nun die L. A. (6. XIII) sein : אכל לבלר בפתיחות באהנחתא ובסוף פמוק (Var. מובהק מצרפן (מרצפן, so folgt doch daraus, daß diese Zeichen nicht allgemein für die übrigen Bücher ein geführt waren. Die richtige L. A. ist aber לבלר מובהק ט צ י י נ ן בפתיחות או באותיות בכ»ף (wie einige Cod. haben), d. h. die Verse werden markirt, entweder durch Spatien (פתיחות) oder Zeichen (באותיות) am Ende jeden Verses. Man hat allerdings beim Lesen der Verse, so

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