Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 31 (1882)
- Issue
- Heft 8
- Article
- Die Agada der Tannaiten
- Date
- 1882-01-01
- Page
- Seite 349 (sequence 13)
- Language
- German
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Die Agada der Lannaiten. S4ü halte, — das trotz des Einmündens aller Ströme nicht mehr würde — mit einem Experimente antworten. Sie füllten nämlich eine Flasche mit jenem Wasser und bewiesen, anderes Wasser hineingießend, ihre These, daß das Wasser des Oceans anderes Wasser ״verschlinge" '), das heißt absorbire, ohne daß sein Volumen sich vermehrte. In einer anderen, b a b y 10 Nischen, Gestalt dieser Sage'), hat die erwähnte Stelle des Oceans schon ihren bestimmten Namen'); als Held der Sage aber erscheint dort Josua allein, wodurch sie sich jenen Erzählungen anreiht, in denen Josua b. Chananja die Fragen des Kaisers beantwortet. Dies ist wohl auch ursprünglicher, da Eliener schwerlich die Regierung Hadrians erlebt hat. Auf die palästinensis ch e Gestalt der Sage war die theoretisch-exegetische Controverse Elieners und Josua's über den Ocean 4) von Einfluß, die man auf diese Weise mit der angeblichen Erfahrung anschaulich machte, ferner der Umstand, daß man zu den mit Gamliel nach Rom reisenden Tannaiten auch Mieser rechnete •), also von einer gemeinschaftlich mit Josua unternommenen Reise nach Rom scheinbare Kunde hatte. Zu der Hypothese selbst, von der alles Wasier absorbirenden Stelle im Ocean, scheint die hellenische Anschauung von der Charybdis beigetragen zu haben, welche in furchtbarem Schlunde dreimal täglich die Gewässer hervor- .מים בולעים מים (י *) Bechoroth 9 a oben. Vgl. unten Cap. Vin, Abschn. 3. בי בליעי (י, Ort des Verschlingens (s. S. 348, A. 4). Der Ausdruck entspricht dem neuhebräischen ביה הבליעה für Schlund und ist sehr paffend gebildet, wenn zu der Vorstellung von diesem Orte auch der Schlund der Charybdis beigetragen hat. *) Dieselbe betraf auch Koh. 1,6 S. Gen. r. und Koh. r. a. a. O. *> An einigen der S. 251, A. 2 angeführten Stellen wird nämlich E. statt Elearar b. Aearja genannt, wodurch auch Frankel, S. 82, veranlaßt ist, eine frühere Reise nach Rom anzunehmen, bei welcher E., I. und Gamliel sich betheiligten. S. hierüber Derenbourg '336.