Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1882-01-01 · Heft 7 · p. Seite 312

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
31 (1882)
Issue
Heft 7
Article
Die Agada der Tannaiten
Date
1882-01-01
Page
Seite 312 (sequence 24)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
93% known words query
IRI
…/2829132-2829556-2829564-2873613--21031-2873644
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

— - י ÜUHVU UCV «feUlvIllUlCIl• ־־ ' < bindende Kraft des Gelübdes, das andere Mal die mögliche Lösung desselben bezeichnet werden soll *). 8. Homiletis ch es. Zn dem vorhergehenden Abschnitte wurden solche Schrifterklärungen Elieners angeführt, in denen der Sinn des betreffenden Textes einfach erklärt wird, in denen also die Agäda als eigentliche Exegese erscheint; der gegenwärtige Paragraph soll diejenigen Schriftdeutungen bringen, die man als homiletische bezeichnen kann und in denen irgend ein allgemeiner Gedanke an den Text angelehnt wird, meist so, daß diese An. lehnung durch eine Besonderheit des Textes begründet wird und von ihr ausgeht. Es ist das die häufigste Art der agadischen Schriftauslegung, der wir schon bisher oft begegneten und deren Beispiele aus der Agada Eliesers das folgende Capitel vermehren wird. In dem Widerspruch, daß die Verfertigung der Bundeslade einmal, Exod. 25,11, ganz Israel, das andere Mal, Deut. 10,1, nur Moses geheißen wird, findet Elieser die Anschauung ausgedrückt, daß Israel nur dann des Beitrages zum Heiligthume würdig ist, wenn es den Willen Gottes übt, sonst aber nicht s. — Den Gedanken, daß der Segen Gottes von der Erfüllung seines Willens abhängig ist, findet er in dem Satze (Exod. 23, 10) : ״Sechs Jahre wirst du dein Feld bebauen." In demselben erblickt er die Verheißung, daß, wenn die Jsrae- Uten den Willen Gottes üben, sie in der Jahreswoche nur ein *) Chag. 10 a. In j. Chag. 76 e wird Eli er er die Herleitung von 1p 119, 106 zugeschriebeii, welche nach Badli dem Brudersohne Josua's, Chananja gehört. Josua selbst deducirt nach beiden Duellen die Lösung der Gelübde aus 1p 95,11. Joma 3 d, tradirt von AbbaChanin: כאן מטן מישראל עושין רצונו של מקום כאן ממןשאין ישראלעושץ ר׳של סקום•

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.