Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 31 (1882)
- Issue
- Heft 6
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1882-01-01
- Page
- Seite 284 (sequence 9)
- Language
- German
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284 Revue׳ des 4tudes juives. ausgeht, UM in stufenmäßig an den verschiedenen Zwischengliedern aufsteigender Linie mit deM ersten und höchsten Wesenmit Gott, abzuschließen. Schon ein oberflächlicher Blick zeigt, wie die sechs talmudischen Reihen in drei Gruppen zu je zwei Glieder zerfallen, von denen die erste Gruppe als irdisches Feuer, die zweite als himmlisch-irdisches und die dritte als rein himmlisches sich charakterisirt. Das gewöhnliche irdische Feuer gibt den Ausgangspunkt; die unterste Stufe bildet demnach eine Flamme, welche ißt, jedoch nicht trinkt. Die zweithöher e Stufe, welche trinkt, in dieser Kraftäußerung aber sich erschöpft und nicht zu essen vermag, ist die Fieberkrank« heit, welche dem Kranken durch das Leiden eine gewisse, heiligende Weihe ertheilt. Beide Glieder haben indeß ihre Wurzeln ausschließlich im Irdischen. Es folgt nun als d r i t t e Stufe das Feuer, welches ein Mensch, wie Eliah, vom Himmel auf die Erde herabzuziehen׳ im Stande ist; ein solches ißt und trinkt zugleich, wie es sich auf dem Karmel ausgewiesen. Höher als dieses, obwol von derselben Art, steht auf der vierten Stufe das Ältarfeuer, das durch Moses Vermittlung vom Himmel herabgekommen; es erhebt sich über das vorhergehende, vielleicht darum, weil es Gesammtisrael galt, oder weil es an der Stätte brannte, wo Gott selbst in seiner Herrlichkeit weilte, oder weil Mose sein Urheber alle übrigen Propheten weit hinter sich ließ. Jedenfalls wurde die Tempelflamme unzweifelhaft als das Höchste angesehen, was die Erde an Feuer überhaupt erreichen konnte - und aufzuweisen hatte; daß sie, wie die des Eliah, zugleich essen und trinken konnte, wird dadurch bezeugt, daß sie trockne, wie HuchtevStoffe verzehrte. Bleibt noch das rein himmlische Feuer. Hier fällt nun die׳ f ü n ft e Stufe, die zweithöchstedem Feuer der Engel zu, deren Fürst Gabriel mit feiner Flamme nicht nur zu essen und zu trinken vermag, sondern über das Feuer an sich sogar eine suveräne Macht ausübt, dasselbe in der wunderbarsten