Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1882-01-01 · Heft 6 · p. Seite 282

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
31 (1882)
Issue
Heft 6
Article
[Rezension]
Date
1882-01-01
Page
Seite 282 (sequence 7)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
95% known words query
IRI
…/2829132-2829556-2829563-2873555--20997-2873604
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

282 Beviie des etudea juives. nicht gefehlt hat; wahrscheinlicher jedoch, daß es der Vermittlung jener babylonischen Lehrer zuzuschreiben ist, welche vielfach nach Palästina eingewandert, dort zu hohem Ansehen gelangten und solche Ideen dorthin verpflanzten. Der Verfasser ist geneigt, in N. Nathan aus Babylonien, dem Ab beth din unter R. Simeon ben Gamaliel II, den Urheber dieser talmudischen Feuertheorie zu vermuthen, ohne indeß auf diese Hypothese ein besonderes Gewicht zu legen. Nicht minder ist hierdurch aus dem Talmud ein Datum für die frühe Entwicklung des eigentlichen Parsismus gewonnen, für welche sonst ein bestimmter Anhalt fehlt. Wol unterscheidet bereits die Avesta zwischen den sechs Feuern, sin genügender Beweis, daß diese Lehre von hohem Alter ist; aber was ihren Kern bildet, die Unterscheidung nach dem ״Essen oder Trinken" findet sich erst im Bundehesch, welches Schriftwerk nach der Eroberung durch die Araber abgeschlossen wurde. Da dieselbe indeß dem Talmud zufolge den Mischnalehrern bekannt war, deren Epoche nur bis zum Schluß des zweiten Jahrhunderts hinabgeht, so hat das Bundehesch an dieser Stelle eine Tradition erhalten und wiedergegeben, welche spätestens aus dem zweiten Jahrhundert der üblichen Zeitrechnung herrührt und daher älter ist, als die Erhebung der Sassaniden und die Restauration der Zoroastrischen Lehre. Hieran wollen wir noch einige Bemerkungen anschließen. Wir können dem Autor vor Allem nicht beistimmen, wenn er dem Feuer des Eli ah und dem des Gabriel den Gattungscharakter abspricht und in ihnen nichts weiter erblickt, als jene vereinzelten Thatsachen, auf welche hin sie bezeichnet werden. Das Feuer des E li a h erscheint vielmehr als ein Beispiel für diejenige Feuergattung *), welche überhaupt heilige Männer oder Propheten ') Einen Anhalt dafür, wenn auch keinen Beweis, finden wir im

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.