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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1882-01-01 · Heft 6 · p. Seite 281

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
31 (1882)
Issue
Heft 6
Article
[Rezension]
Date
1882-01-01
Page
Seite 281 (sequence 6)
Language
German
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Revue de» etudes juives, 281 er den einzelnen Klaffenbegriffen subsummirt, auf direkte Naturbeobachtung sich stützt, dessenGeist schon durch seine religiöse, dem Feuer zugewandte Richtung dazu geführt war, die verschiedenen Erscheinungsformen dieses Elements aufmerksam zu verfolgen, und in dessen Gebetsordnung diese Klassenbegriffe als göttliche Manifestationen einen bedeutsamen Platz einnehmen. Derleitende, maßgebende Faden war dabei die Voraussetzung, daß die thierische und pflanzliche Ernährung gar nichts anderes sei, als ein direkter Verbrennungsprozeß. Sobald von ihr aus der Impuls zu dem Klassifikationsgedanken gegeben war, ergab sich die Eintheilnng von selbst: Feuer, das ißt und trinkt, trinkt und nicht ißt, ißt und nicht trinkt, nicht ißt und nicht trinkt, wozu noch eine fünfte und vielleicht noch eine sechste Klaffe hinzutrat, um das himmlische Feuer hineinzuziehen. Der Talmud dagegen durchbricht diese Ordnungen schon dadurch, daß er ein Feuer, das nicht ißt und nicht trinkt, gar nicht aufstellt. Für ihn, der die Theorie der Ernährung als direkten Verbrennungsprozeß nicht anerkennt, war nur das irdische und das göttliche Feuer zu verwerthen, er behielt offenbar den äußeren Rahmen der Eintheilung bei und schob die ihm geläufigen Anschauungen hinein. Durch diese Ergebniffe werden wir zu folgenden Schlußfol» gerungen berechtigt: Für die Geschichte des Judenthums ist dadurch, daß diese Theorie vom Feuer durch die Formel ח״ר eingeleitet und also in die Zeit der Mischnah - Lehrer hinaufgerückt wird, konstatirt, daß ein Kontakt zwischen jüdischer und parsischer Weltanschauung bereits stattgehabt, während die Palästinensischen Schulen noch in hoher Blüthe standen, lange bevor Babylonien sich zum Mittelpunkt für das geistige Leben des Judenthums aufgeschwungen hatte, Der Anstoß hierzu kann gleichwol nur von den Ufern des Euphrat ausgegangen sein. Möglich, daß es schon damals an einem selbstständigen Geistesleben unter den babylonischen Juden

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