Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 31 (1882)
- Issue
- Heft 6
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1882-01-01
- Page
- Seite 280 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/2829132-2829556-2829563-2873555--20995-2873602- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
280 Revue des etudes juives. des Hasna, von dem Nairyo-sanha, der übrigens selbst in diesem letzteren nicht als Feuer bezeichnet wird. Er ist ein Jzed, ein Genius, Sen die Mythologie der Avesta mit Atar, dem Feuer, durchaus nicht identifizirt, er ist demselben nur nahe verwandt, weil er von feuriger Beschaffenheit ist. Ein Vertreter und Bote des Ormazd, ruht der Nairyo-sanha als göttlicher Funke im Schooß des jedesmaligen Königs. Hinsichtlich seiner Einreihung Unter die Feuerarten herrscht daher einiges Schwanken. Das Bundehesch schließt ihn dabei aus. Ein parsischer Text, der im klebrigen mit den! Bundehesch übereinstimmt, bezeichnet ihn gera» Äe;u als Feuer und führt die sechs Feuerklaffen auf; ebenso eine alte Pehlvi-Uebersetzung des Aasnah. Das Bundehesch fährt dann weiter fort: ״Unter diesen fünf Feuern gibt es eines, das ißt und trinkt, es ist dasjenige, welches im Körper des Menschen ist; es gibt eines, das trinkt, jedoch nicht ißt, dasjenige, das in den Pflanzeu ist, welche durch den Regen wachsen und gedeihen; es gibt ein solches, welches ißt jedoch nicht trinkt, dasjenige, dessen man sich im Leben bedient und ebenso das Feuer Behram; es gibt eines, das weder ißt noch trinkt, es ist das Feuer Vasischt (der Blitz.)." Diesen beiden Klassensystemen, dem talpiudischen ebenso wol wie dem parsischen, liegt also ein und dasselbe Eintheilungs- Prinzip zu Grunde, das Verlangen nach festen oder flüssigen Nahrungsstoffen. Bei einem so eigenthümlichen und originellen Grundgedanken ist wol die Annahme ausgeschlossen, als wenn beide Theile unabhängig von einander darauf gekommen wären- Cs herrscht außerdem eine völlige Uebereinstimmung bei dem Begriffsglied des irdischen Feuers, daß es ißt, aber nicht trinkt; endlich ist auch die Zahl der Gattungsbegriffe bei beiden identisch. Welche von beiden Anschauungen darf nun die Originalität für sich beanspruchen? Unstreitig der Parsismus, der in dem, was