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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1882-01-01 · Heft 6 · p. Seite 257

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
31 (1882)
Issue
Heft 6
Article
Die Agada der Tannaiten
Date
1882-01-01
Page
Seite 257 (sequence 17)
Language
German
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Die 2tgab a der Tannaiten. 257 Judenchristenthum anhingen. Denn es wurde dabei bestimmt, wer sie oder den Wunsch zur Wiederherstellung des jüdischen Staates beim öffentlichen Vorbeten verschweige, soll vom Betpulte hinweggewiesen werden" *). Die Strenge, welche Gamliel in diesem Punkte sowie überall, wo es sich um die Einheit des Judenthums handelte, bekundet hat, hinderte nicht, daß er im Privatleben eine vornehme und von bis ins Aeußerste gehender Ausschließlichkeit freie D u l d s a m k e i t gegen Nichtjüdisches zeigte. Rührend ist sein Verhältniß zu dem heidnischen Haussklaven Tabi, über dessen Tod er sich wie über ein hingeschiedenes Familienmitglied trösten ließ a). Wir sehen ihn auf dem Wege von Akko nach Kerib (Ekdippa) einen Heiden freundlich ansprechen 8). In Mo setzt er sich am Sabbath auf die Subsellien der heidnischen Kaufleute, was ihm die jüdischen Bewohner der Stadt verargten * * * 4 *). In derselben Stadt badet er ohne Bedenken in einem mit dem Bilde der Aphrodite gezierten und nach dieser Göttin benannten Badehause. Proklos (oder Proculus), ein ״Philosoph" s), fragte ihn, warum er trotz Deut. 13,18 das einer heidnischen Gottheit geweihte Bad benützt habe; da antwortete Gamliel: Aphrodite kam in mein Gebiet, nicht ich in ihres, man hat das Bad nicht ihr zur Zierde gemacht, sondern sie zur Zierde des Bades 6). Diesen Gebrauch heidnischer Bäder scheint man Gamliel übelgenommen zu haben. Denn man erzählt, er wäre einst mit dem bekannten Proselyten A k yh G r a e tz IV, 105. ’) M. Berach. 2,7. ') Erubin 64 b. S. die Parallelen bei Levy, Talmud. Wörterbuch III, S s. b. Die Straße von Mo nach Ekdippa galt als die Grenze zwischen jüdischem und heidnischem Gebiete Tos. Ohol. 18,14, Gittin 7 b. 4) Tos. Moed Katvn 2,8; j. Pesach. 30 ä ob«; in b. Pesach. 51 b findet sich die Variante S i m o n b. Gamliel für Gamliel. °) p פחקלום. Nach כן scheint der Name des Vaters ausgefallen zu sein. Vgl. die Varianten bei Rabbinowitz zu Ab. z. 44 b. 4) M. Aboda zara 3,4. (Kroctz-FraLN, MoiuUSschM XXXI, 6. 17 ZU

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