Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 31 (1882)
- Issue
- Heft 6
- Article
- Die Agada der Tannaiten
- Date
- 1882-01-01
- Page
- Seite 247 (sequence 7)
- Language
- German
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Die Agada der Tannaiten. 247 an, welchem Gamliel präfidirte, da man berechtigt ist, die ]Sfteife Gamliels nach Syrien mit seiner Erhebung zum Nachjfolger Jochanans in Zusammenhang zu bringen. Nach dem Tode des Letztern gehen, mit Ausnahme Elea2ar b. Arach's, seine Schüler nach Jabne'). Zwei derselben stehen in nahem verwandtschaftlichem Verhältnisse zu Gamliel: E l i erer b. Hyrkanos hat seine Schwester Jmma Schalom zur Frau') und׳Simon b. Nethanel ist der Gatte einer andern Enkelin Gamliels des Ersten'). Auch I8stz Hakk o h e n trafen wir in der nächsten Umgebung des Patriarchen * *). Zadok und sein Sohn Elearrar gehörten zu der intimern Umgebung Gamliels, in deffen Namen Elearar b. Z a d o k Vieles tradirt hat. Der Gelehrtenkreis Jochanans ist auch der Gamliels und man darf, auch ohne daß ausdrückliche Angaben darüber sich vorfinden, diesen als zu den Schülern seines Vorgängers gehörend betrachten. Auf jenem Gebiete geistiger Thätigkeit, welches hier allein unsere nähere Aufmerksamkeit beanspruchen darf, haben wir sogar untrügliche Beweise deffen, daß Gamliel in den Spuren Jochanans wandelte. Es wurde schon oben *) darauf hingewiesen, daß eine eigenthümliche Bezeichnung für symbolische oder allegorische Schristauslegung außer bei Jochanan b. Zaffai nur noch bei einer Deutung Gamliels zu Num. 5,15 vorkömmt'); ja eine ') S. oben S. 243. S. b. Sabbath 116 s und sonst. ״) Tos. Aboda zata 3,10; vgl. Frankel 90. Der Cod. Erfurt hat, wie Juchasin, die Leseart 1N3 NU שהשיא, was vielleicht aus N3 'ש כתו corrumpirt ist. lieber Simon b. N. s. noch S. 260, Anm. 2. 4) S. oben S. 234. »> S. 154. •) Dieselbe wird mit den Worten הניחו לי סופרים (io Sisrs, Babli 0׳ הניחו לי, Num. r. c. 9 und Jalkut § 70, wo רב גמלא in רבן גמליאל zu emendiren ist, והניחו סופרים לי eingeleitet. Dieselben darf man nicht, wie z. B. Mathnoth Kehunna zu Num. r. thut, als Aussage erklären