Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 31 (1882)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Das Deborah-Lied
- Date
- 1882-01-01
- Page
- Seite 197 (sequence 5)
- Language
- German
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Das Deborah-Lied. 197 müßte also נלחטו lesen; aber welches Subjekt? Die Septuagintalübersetzung und eine Variante vstus latina geben zwar den Halbv. in diesem Sinne wieder: ׳tote inoXeptrjoav nöXstg aQxovrmv — tune expugnaverunt civitates principum. Diese Uebersetzung, welche zum hebräischen Text so wenig stimmt, scheint aus zwei verschiedenen Uebersetzungen zusammen geflossen zu sein : zozs ino^ifirjuav nöXeig und z. £n. aq%ovzeg. Daraus wurde noXeig aqx&vzwv. Den besten Sinn gäbe noch die L.A.אז צלחמו enit׳, oder allenfalls auch לחמר, da davon hin und wieder auch der Kal gebraucht wird. Dazu würde der Nachsatz passen טגן אם יראה, daß bei den lriegerischen Anfällen gegen Israel in dieser Zeit unter vierzig Tausend kein Schild zur Vertheidigung und keine Lanze zum Angriff vorhanden gewesen. V. 9 ist. der Eingang höchst dunkel: לכי לחוקקי ישראל : Mein Herz ist für die Gesetzgeber Israels oder schlägt für sie. Das Alles ist ohne Analogie in der hebräischen Poesie. Auch will der Dichter durchaus nicht die Führer preisen, sondern Gott, der sie erweckt hat. Pesch, hat zwar den Zusatz לכי אמר; aber es ist wohl nur errathen, um einen passenden Sinn zu verbeutlichen. Eliminirt man das ל von לכי als Dittographie des ל in כישראל, so bliebe davon בי לחוקקי, verwandelt man das כ in כ und verbindet es mit dem folgenden ל (mit Streichung des störenden ׳), so würde der Eingang lauten כל חוקקי ישראל . . כרכז. Es wäre eine Apostrophie an sämmtliche Führer, welche sich zum , Kriege geweiht haben, den Herreu zu preisen, wie im Eingänge des Liedes (oben). V. 10 ist die Fortsetzung: רכבי אמומח צהרזה sind wohl hellfarbige Eselinnen. צהר kommt zwar nur zwei mal vor; aber da das Wort als Eigenname mit זרה wechselt, so hat es wohl diese Bedeutung. Damit sind gewiß Vornehme gemeint, welche auf Eselinnen von ungewöhnlicher Farbe zu reiten pflegten. Bei ישבי על מדין hat man keinen Grund von dem etymologischen Wortsinne abzugehen, und מדין als Polster zu erklären.