Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1882-01-01 · Heft 4 · p. Seite 158

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
31 (1882)
Issue
Heft 4
Article
Die Agada der Tannaiten
Date
1882-01-01
Page
Seite 158 (sequence 14)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
91% known words query
IRI
…/2829132-2829556-2829561-2873429--20856-2873456
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

158 Die Agava der Tannaiten. זז an nur die exegetische Geschicklichkeit lobte, mit welcher das Wort ודוםד in der zweiten Vershälfte zur ersten gezogen und damit Israel zugeschrieben wurde; denn er selbst hatte dem fraglichen Vers einen seiner Denkweise besser entsprechenden und den Heiden freundlichen Sinn untergelegt: Was für Israel das Sündopfer, das sei Mildthätigkeit für die Völker" 1). In Pesikta äußern ihre Ansichten Elie 2 er, Josua, Elea 2 ar b. Arach, also die drei hervorragendsten der fünf Hauptschüler Jochanans; vor dem Letztgenannten ist noch G a m li e l mit einer Erklärung eingeschoben und nach der Entscheidung Jochanans wird die Meinung Abin b. Jehuda's, eines sonst unbekannten Autors und die Nechunja b. H a kkana' s angeführt. In der Barajtha des Talmud betheiligen sich an der Controverse: Gießer (— Pesikta), Josua (- Gamliel in Pes.), Gamliel (fast dasselbe wie Elie2er, nur verquickt mit einem späteren Ausspruche desHoschaja Aboda zava 18b', E l e a 2 a r aus Modiim (= Abin b. Jeh. in Pes.), Nechunja b. Hakkana (== El. b. Arach in Pes.). Das Auftreten Gamliel's und Eleazar's aus Mod. unter den Schülern Joch. b. Lakkai's ist auffallend; besonders befremdend ist aber, daß in der Boraitha der Erstere die Ansicht des Anderen als Ausschlag gebend zu hören wünscht, obwohl dann Jochanan die Meinung Nechunja's für die beste erklärt« Es scheint, daß hier zwei Relationen über zwei Verhandlangen zusammengefloffen sind: in der einen unterredet sich Jochanan mit seinen Schülern, denen sich auch Nechunja b. Hakkana anschloß und befindet die Antwort des Letzteren als die annehmbarste, in der anderen präsidirt Gamliel und fordert, nachdem er die Ansichten Meters und Josuas gehört, den Modiiten auf, die seinigen zu äußern, wie er dasselbe auch sonst, z. B. in der Unterredung über den Traum des Mundschenken lGen. 40) thut, Chullin 92 b. — Was Nechunja b. Hakkan a betrifft, so finden wir ihn einmal eine halachische Frage mit Eliezer und Josua discutiren, Edujoth 6, 3, Chullin 129 5 (s. jedoch Weiß II, 41, Anm. 3); es scheint, daß in der Relation der Pesikta als Autor seiner von Jochanan gebilligten Meinung deshalb Eleazar b Ar ach genannt wird, weil des Letzteren Aeußerung in der Regel die Zustimmung des Meisters fand, so in der Frage über den guten und schlechten Weg, so auch bei Gelegenheit der Trostsprüche, welche die fünf Jünger an den über den Tod seines Sohnes trauernden Jochanan richten, Aboth di R. N. 6. 14 Ende. Schließlich sei bemerkt, daß in Tanchuma, כי תשא g. Ans., nur die Erklärungen Josua's und Nechunja fr Hakk.'s zu Spr. 14,34 nach der Pesikta angeführt find. Vgl. noch M. Mschle z. St. י) Baba bathra 10 b: כשכם שהחפואת מכפרת על ישראל כך צדקה מכס׳ על הגדם.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.