Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 31 (1882)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Die Agada der Tannaiten
- Date
- 1882-01-01
- Page
- Seite 154 (sequence 10)
- Language
- German
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- Amoraim 1× ep/1003430
- Rashi 1× ep/1002670
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154 Die Ägada der Tästnäiten. mit zwei ähnlichen Gleichnissen*) veranschaulichten Beantwortungen der beiden Fragen, warum Israel gerade nach B abylonien exilirt wurde ף und warum nur die ersten Bundestafeln als Werk Gottes bezeichnet werden (Exod. 32/16) * * 3 4 *). — Sonst findet man den fraglichen Ausdruck nur noch bei einer Deutung des Gamliel II, den man als Schüler Jochanans bezeichnen darf, worin das Gerstenopfer der als treulos angeschuldigten Frau (Num. 5, 15) symbolisch gedeutet wird 4). Ferner hängt mit ihm die Benennung alter anonymer Agadisten: 6הרשי חמורות) zusammen, welche als identisch mit der häufiger vorkommendeu 6 דורשי רשומות) zu *) Beide Gleichnisse sind von einer Frau hergenommen, die sich gegen ihren Gatten verging. Die Antwort, weil Babylonien die Heimath von Israels Stammvater war, wird nebst dem Gleichnisse im b. Pesachim 87 d dem Amora Jochanan — gegenüber der Ansicht Chanina's — in den Mund gelegt. •) In Deut. r. 6. 3 Ende ist das Gleichniß mehr ausgeführt. Vgl. auch Jalkut zu Exod. 34 iß 397'-: שאלו אח ר״י כן זכאי, 4) Sota 15 a: סופרים [fehlt im Ht.] אפר להם רבן גמליאל להכמיבם הומר] כשם שמעשיה מעשה בהמה כך atr.] הניחו לי ואדרשנה כמין חומר קרבנה מאכל בהמה. So lautet die Stelle im Aruch 3. V. המר II und so auch in Sifrs z. St. (8 8), nur daß hier für Gamliel sein Sohn S im o n b. Gamliel der Sprecher ist. In Num. r. 6. 9 z. St. finden wir ganz dieselbe Leseart mit Gamliel, nur daß noch die Worte אבל נראה הוא vor בשם eingeschoben sind. Die Erweiterung des Satzes in den Talmud-Ausgaben durch die Bezugnahme auf einen Satz Meir's ist ohnehin zu verwerfen, wenn der Autor Gamliel ist, was auch durch die Mischnah Sota 2,1 bestätigt wird. Gerade Meir ist es, der in Gamliels Namen ein Gleichniß zu dem Ausspruche I. b. Z.’3 über den Dieb und den Räuber tradirt (S. die Stellen oben S. 152 Anm. 3). *) Von ihnen lesen wir Pesachim 54 a eine Bemerkung über Ana, dem Erfinder der Maulthierzucht (Gen. 36, 24), und in Berach. 24 a eine Deutung zu וזלואים, Deut. 28,66. Doch hat Raschi an letzterer Stelle die Leseart חדשי רשומורח, ebenso Aruch 8. V. רשם. — S. Brüll, Jahrbücher I, 181 und Perles a. a. O. p. 110. 0) Raschi zu Berach. 24 a scheint diesem Ausdrucke ebenfalls die Bedeutung des Verknüpfens zu vindiciren, indem er ihn so umschreibt: