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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1882-01-01 · Heft 4 · p. Seite 153

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
31 (1882)
Issue
Heft 4
Article
Die Agada der Tannaiten
Date
1882-01-01
Page
Seite 153 (sequence 9)
Language
German
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Die Agada der Tannaiten. 15S Diese Art symbolischer und in den Geist der Schrift einzudringen strebender Auslegung war es, die besonders von Jochanan b. ZaÜat gepflegt wurde, sie war es, die man mit dem Ausdrucke *חומר bezeichnete, dessen Sinn schon die alten Commentatoren nicht sicher anzugeben wußten *), der aber wahrscheinlich anzeigen soll, daß in der damit bezeichneten Deutung der Text mit dem ihm zugeschriebenen tiefem Sinne allegorisch oder symbolisch v erknüpst wird. Unter den Aussprüchen Jochanans ist es in erster Reihe der über die Durchbohrung des Ohres beim Sklaven, welcher so gekennzeichnet wird a); aber in einer alten Quelle ist eine Gruppe von fünf Aussprüchen mit derselben Bezeichnung zusammengefaßt *), und zwar außer den zwei schon erwähnten über das durchbohrte Ohr und über die Ausschließung des Eisens vom Altarbau: eine sinnige Deutung des auffallenden אשר in Lev. 4,22 4) und die ') Aruch 8. V. הפר II citirt die Erklärung des Gaon Sa ad ja, wonach das Wort mit N zu lesen sei und soviel als Thatsache, Faktum bezeichnet, wie aus einer aramäischen Redensart ersichtlich sei. R a i ch i erklärt das Wort mit Perlen band oder Gewürz b ü n d e l, das vom Hälse herunterhänge (zu Kidd. 22b), und nach R. Hillel in Toßafoth, Sota 15 a ist es s. v. als Perle oder Gewürz selbst. Rach einer anderen Erklärung Raschi's (Sota 15 a) wäre dasselbe mit dem sranzösischen bouton zu übersetzen und bedeute einen Knopf aus Gold, der die Halsöffnung des Hemdes zu verbinden bestimmt ist. Die Herleitung aus dem Persischen, welche Perles, Etymolog. Studien 106 versucht, ist bei רשומורת, חפורור־ז, חומר sicherlich nicht am Platze. Auch der neuere Deutungsversuch von Perles über כפין חופר und חפורות, mit Zugrundelegung der Leseart mit ח (Revue des etudes juives III, 109 ff.), muß als unbefriedigend bezeichnet werden. Vgl. ebendas. S. 276 ff. ריב״ז היה דורש את הפקר א הזה כפין חופר ף &. Kidd. 22 b in Mechiltha היה ר״י אופרה כפן חפר. Nur in j. Kidd. 59 d fehlt die Bezeichnung, und die Frage wird den Schülern J.'s in den Mund gelegt. *) Tos. Baba Kamma 7, s: חפשה דברים היה ח יוחנן אופרן כפין חופר; daraus in Jalkut zu Exod. 21 (8 3181, wo aber ein ״Midrasch" als Quell« angegeben ist. אשרי הדור שהנשיא שלו מבי^־ת חטאת על שמתו ף. Vollständiger ist der Ausspruch in SifrL z. St. (19 e ed. Weiß) und b. Horajoth 10 b.

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