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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1882-01-01 · Heft 4 · p. Seite 151

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
31 (1882)
Issue
Heft 4
Article
Die Agada der Tannaiten
Date
1882-01-01
Page
Seite 151 (sequence 7)
Language
German
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151 Die Agada der Tannaiten. Erniedrigung tragen 1). Das Eisen, welches zu Kriegswaffen verwendet wird und also an Gottes Strafgericht erinnert, darf nicht zum Bau des Altars verwendet werden, der Versöhnung mit Gott bedeutet 2). Aus der Bezeichnung der Steine des Altars mit einem Worte, das sowohl vollständig als friedlich bedeutet, folgert er die Mahnung: ״Wenn schon von den Steinen des Altares, die nicht sehen, noch hören, noch reden, Gott geboten hat, kein Eisen über sie zu schwingen, weil sie Frieden stiften zwischen Israel und dem Vater im Himmel, um wie eher wird Gottes Strafgericht fern bleiben von Jemandem, der Frieden stiftet zwischen den Einzelnen, zwischen Mann und Weib, zwischen Stadt und Stadt, Nation und Nation, Reich und Reich, Familie und Familie 8)t" Hören wir hier *) So lautet die Antwort in Tosesta Baba K. 7, 5 und etwas gekürzt in b. Kidduschin 22 b. Der Umstand, daß von den angeführten Worten ״mir seien die Kinder Israels Knechte" gesagt wird, das Ohr hätte sie vom Sinai gehört (Tos. אוזן ששמעה מהר סיני, b. Kidduschin אזן ששמעה את קולי בהר סיני), was so wörtlich nur von einem der zehn Gebote gesagt werden kann, veranlaßte die Aenderungen im jer. Talmud und in der Mechiltha. Dort (Kidd. 59 ä) wird die Version der Tosesta dahin erweitert, daß das Ohr ״vom Sinai" das zweite Gebot (Exod. 20,3) gehört habe, die Worte Lev. 25, 55 aber ״vor dem Sinai" (לפני הר סיני). In Mechiltha z. St. (77 a ed. Friedm.) wird der Hinweis auf letzteren Vers, also der Kern der Antwort ganz beseitigt und dafür das achte Gebot gesetzt ^אזן ששמעה לא תגנוב והלך וגנב היא תרצע). Interessant ist noch die stylistische Veränderung in der Frage, welche in Mechiltha und Tosesta beginnt' מה ראתה אזן לירצע, während im jer. Talmud daraus מה ראה העבד הזה לירצע באזנו wird, im bab. Talmud מה נשתנה אוזן מכל איבריבס. Es scheint, daß man den echt mischnahebräischen Idiotismus מה ראתה später in Anbetracht der buchstäblichen Bedeutung der Worte, wonach dem Ohre das Sehen zugeschrieben wird, anstößig fand. Ebenso wird in einer andern Frage Jochanan b. A.'s aus מה ראת התורה להוזמיר (Tosesta, Mechiltha) im bab. Talmud (B. K. 79 b): מפני מה ההמירה התורה. Jochanan fragt auch vom Eisen: מה ראה ברזל ליפסל (Tos. ib. 7,6). י) Tosesta ib. 6. In Mechiltha z. St. fehlt dieser Satz. 3) Mechiltha z. St. (74 a), daraus modificirt Tanchuma, Jethro

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