Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 31 (1882)
- Issue
- Heft 3
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1882-01-01
- Page
- Seite 140 (sequence 3)
- Language
- German
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140 utecenftpiten. gange alles jüdischen Wissens bei uns führen soll, ist nur in einer systematisch geordneten, alle Kundgebungen des jüdischen Geistes umfassenden Unterweisung gegeben, wie die Religionslehre als Disciplin eine solche möglich macht. So sind denn auch als Hülssmittel für den letztgenannten Unterricht eine ansehnliche Reihe von jüdischen Religionsbüchern verfaßt worden; ein Theil derselben — und nicht immer der besten — ist zur Befriedigung des vorhandenen Bedürfnisses in wiederholten Auflagen erschienen. Daß der Vf. des vorliegenden Buches nicht ein beliebiges neues zu dem vorhandenen Vorrathe hat fügen wollen, daß er vielmehr der sich ihm aufdrängenden Ueberzeugung, ein anders geartetes an die Stelle der in Umlauf befindlichen Bücher setzen zu müssen, mit dem ganzen einer solchen Aufgabe geziemenden Ernste und mit den Mitteln seines reichen Wissens bei der Abfassung desselben gefolgt ist, davon legen schon die Worte der beachtenswerthen Vorrede Zeugniß ab, wo auch eine frühere Veröffentlichung des Vf. über die nothwendige Umgestaltung der Lehrbücher für die Religionslehre mitgetheilt wird. Vf. hat aber nicht für den Elementarunterricht in der Religion allein sorgen wollen; er hat zugleich den Stoff mit derjenigen Vollständigkeit gesammelt und von denjenigen Gesichtspunkten aus betrachtet und dargestellt, wie sie für angehende Lehrer und für Schüler höherer Lehranstalten angemessen und nothwendig sind. Dieser Bestimmung des Buches entspricht es denn auch, wenn Vf. in den Anmerkungen zu seinem Texte, neben den nothwendige» Erläuterungen, anregende mit dem Gegenstände zusammenhängende Bemerkungen ausspricht, angeführte Bibelstelleu neu auslegt, überhaupt einen Schatz langjähriger Studien den Lesern und Lehrern zum Ge- Nüsse und zur Belehrung darbietet; mit Recht erwartet er (S. 4), daß ihm aus dieser Zuthat kein Vorwurf gemacht werden wird. ״Demjenigen auch", sagt er (das.), ״der in ruhiger oder bewegter Zeit Orientirung sucht in der Sittenlehre des Judenthums, möge mein Buch nicht nur zum Wegweiser, sondern auch zu einem Schilde dienen, an dem die Pfeile der Lüge und Bosheit abprallen müssen*. Wohlthuend und belebend wirkt auf den Leser und muß wohl auch auf den danach ertheilten Unterricht wirken die durch-