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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1882-01-01 · Heft 3 · p. Seite 132

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
31 (1882)
Issue
Heft 3
Article
[Rezension]
Date
1882-01-01
Page
Seite 132 (sequence 5)
Language
German
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132 ׳: Recenstonen. jüdische Frau früherer Zeiten, auf die der Vers angewandt wurde: ״Alle Herrlichkeit der Königstochter ist im Innern" (Ps. 45, 14), daß die Frau nämlich eine wirkliche Hausfrau sein sollte, keine Dann der großen Welt. Darum auch war das ״unter die Haube kommen" keine bloße Redensart. Die Haube, die kein Haar sehen ließ, war gleichsam das Symbol der Hauslichkeit und züchtigen Sittsamkeit. Das durch die Haube singefriedigte Gesicht erhielt so den Ausdruck des Friedens, des Befriedigten und Ruhig-gemüthlichen. Die Haube bildete so den Gegensatz zu der welteuftürmerischen, künstlich aufgebanten Haarfrisur, die, in ihrer Phantastischen Mannigfaltigkeit den Kopf von außen schmückend, zugleich ein Abbild ist all der unbefriedigten Sehnsüchten, all der Launen und Capricen, die im Innern rumoren. Die jüdische Frau trug also auch keine Locken; sie sollte für niemand mehr etwas Verlockendes oder Anlockendes haben. Andererseits ist es, zum Theil wenigstens, eben dem Einflüsse dieser jüdisch-deutschen Bücher zuzuschreiben, wenn die häuslichen Tugenden, wenn Pietät, Familiensinn, fromme Sitte, Mildthätigkeit und Wohlthätigkeit im jüdischen Hause herrschten. Die jüdisch-deutschen Hebersetzungen der hagadischen Schriftauslegungen erfüllten so den Zweck, den letztere ursprünglich hatten; denn diese hagadischen Deutungen, diese Anknüpfungen religiösethischer Lebensregeln an die Worte der Schrift bildeten in früherer Zeit den Gegenstand homiletischer Vorträge, die an Sabbaten und Festtagen gehalten wurden, und die speciell zur Erbauung und Belehrung des größeren Publikums, auch der Frauen und Kinder, dienen sollten." Wie zutreffend ist u. A. die Charakteristik oon Samuel Friedrich Brenz, dem Verfasser des jüdischen Schlangenbalges, der ״zur Zahl derjenigen Convertiten gehörte, die ihre treue Anhänglichkeit an die neu angenommene Religion am besten zu documentiren glaubten, indem sie ihre früheren Glaubensgenossen auf

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