Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 31 (1882)
- Issue
- Heft 3
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1882-01-01
- Page
- Seite 130 (sequence 3)
- Language
- German
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130 Recensionen. Levitas Venedig 1545, eine andere Psalmenübersetzung Krakau 1586, eine Usbersetzung des Buches Esther 1590, dann die Uebersetzungen der ganzen Bibel von Jekuiiel Blitz und Joseph Witzenhausen, die beide gleichzeitig erschienen 1676—79; von Bibelglossaren Moses Saertel's Vokabular über die Thora und die fünf Megilloth באר טשה Prag 1669 und desselben Verfassers Glossar zu den übrigen Büchern der h. Schrift לקח טוב Prag 1604, die erste Ausgabe des sogenannten Sefer schel R. Anschel sine loco et anno; jüdisch-deutsche Worterklärungen zu Jesaias und den 12 kleinen Propheten aus einer dem fünfzehnten Jahrhundert angehörenden früher in Regensburg, seit 1876 in München befindlichen Handschrift. Ueber all die genannten Schriften verbreitet sich der Vf. mit eingehender Sorgfalt, giebt größere oder geringere Auszüge aus denselben und fügt sprachliche und sachliche Bemerkungen bei, von denen ich später einige hervorheben werde. Wie das vorgenannte Kapitel, so beanspruchen auch die Abschnitte: Glossare zum Talmud, drei und vier sprachliche Glossare, auf welche ich noch zurückkommen werde, vorwiegend das Interesse wissenschaftlicher Leser, während alle übrigen Abschnitte wie über die Hagadischen Deutungen und Ausschmückungen, über die Bücher religiös-ethischen Inhaltes, über Minhagim oder religiöse Bräuche, über die Bücher geschichtlichen Inhaltes, Ge. schichten und Erzählungen, der jüdische Theriak, sich entweder ganz oder doch einzelne Parthien derselben auch zur vortrefflichen Familienlektüre eignen. Die Auszüge aus den verschiedenen einschlägigen Schriften sind mit besonderem Geschick gewählt und die religiöse Wärme und der rege Eifer für die Ehre des Judenthums, die die Feder des Verfassers führen, wirken durchweg wohlthuend, anregend. Man lese nur die folgende Charakteristik der jüdisch-deutschen Literatur und des Buches 2'ena u. r'ena insbesondere, S. 194—195: