Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 30 (1881)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1881)
- Article
- Meir b. Simon und seine Schrift Mischemeth Mizwa
- Date
- 1881-12-01
- Page
- Seite 562 (sequence 9)
- Language
- German
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562 Mett b. Simon und seine Schrift Milchcmcth Mizwa. durch עשין עייגי תהוטא wicdcrgegeben, vgl. Aruch 8. v. עשן. Der Satz, der darnach heißt: ״diese Welt gleicht einem Senfkörnche» in der starken Meeresströmung", entspricht aber vollständig dem Satze in der ״Künigskrone" Gabirols, wo ebensalls von den Sphären die Rede ist, im Vergleiche zn denei» von dieser Welt gesagt ivird: »וכל כרואי עולם כתוכו כגרגיר חררל כים ה;דיל לתקן גרלי יערכו. Eine ähnliche agadijche Stelle filldet sich in D e r e ch Erez S u t t a c. ü: העה״ו חמה לגלגל עינו של אדם לבן שכו זה אוקיינוס שטקיף את כל העולם שחור שכי זה העולם. Eine andere Parallele ist Bereschnlliabba o. IV; והי רקיע בתוך המים גלרה טפה האטצעיח וגעשו השטים. Daraus wurde der ״geheiiuuißvolle Punkt" (l>. 10 b), der in der jüngeren Mystik eine wichtige Nolle spielt, u. A. bei Mose de Leoir a. a. O. 12 סור הנקורה und in dein . im Pardes dem Gaon Hai ^!geschriebenen Nesponsum (v. Jellinek, Beiträge II, l 3). Von ganz besoitderem Interesse ist aber folgende Stelle (7 u), wonach!ich ״die Voeale zu beu Consouantm so verhalten, wie die Seele zürn Leibe." Dieser Vergleich wird auch auf das Verhältuiß der schriftlichen und mündlichen Lehre zu einander angewendet und was hier nur ailgedeutet!vird, ist in dem den Namen N a ch in a n i ’ ö tragenden Evminentar 511m Hohenlieds (v. weiter) bestimmter auögcsproche:!. Nun kontmt aber das eine wie das andere in dentselben Zusammenhänge und ganz in derselben Weise bei Abraham Jbn Esra vor, v. Comiuentar zu יתרו und יסור מורא Ans. (v. Jellinek Philosophie und Kabbala I, x>. 42, Graetz Gesch. VII,!>. 4S8). Die Vermuthuug drängt sich uns ans, daß nicht Jbn Esra den Bahir, sondern umgekehrt ,dieser die Schriften des Jbn Esra benützt hat. Jtl der Vermuthung, daß der Verfaffer des Bahir nach Abraham Jbn Esra gelebt habe, werden wir durch den Umstand bestärkt, daß der Bahir, der in der zweiten Hälfte des dreizehnten Jahrhunderts namentlich in Spanien stark verbreitet