Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 30 (1881)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1881)
- Article
- Meir b. Simon und seine Schrift Mischemeth Mizwa
- Date
- 1881-12-01
- Page
- Seite 556 (sequence 3)
- Language
- German
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556 Tie ■fr b. Simon und seine Schrift Milchemeth Mizwa. aufgegangen. Der Einfluß des Bahir macht sich in den meisten kabbalistischen Schriften seit N a ch m a n i bemerkbar. Letzterer nennt ihn in seinem Commentar zum Pentateuch sehr oft und hat utanche seiner Ideen daraus geschöpft. Joseph Gikatilia weist ausdrücklich auf ihn hin, (44 פרקי היכלוה b. v. Jellinek Beiträge zur Gesch. der Kabbala II, p. 63), aber er hat ihn auch sonst benutzt, ohne ihn zu nennen, so u. A. im שער אורה IX gegen Ende, über שחשבה im Verhältnis zum Ensof und zu den Sefiroth, was zum Theile wörtlich den: Bahir p. üb. und 8b. entlehnt ist. Die שהשפה wird aber als zweite Sesira bezeichnet, während sie sonst, so bei Abraham A bu laf i a im אור השכל als erste Sesira angegeben wird (v. Jellinek Philosophie und Kabbala I, p. 38), allerdings mit dem Zusatz והיא אעלה כפירה ראשונה,, als ob er diese Ansicht nicht bestimmte, die jedoch in älterer kabbalistischer Schrift verbreitet ist. Einen starken Gebrauch hat M o s e d e L e o n 00m Bahir gemacht, der ihn Mar nennt, aber ihm auch, ohne Angabe der Quelle wesentliche Stellen entlehnt, (v. כ׳ נפש ההכשה IST. 13,17, das. N 1 סוד הימם 20 ,סוד האילן und sonst) wodurch sich auch die im S o h a r vorkommenden Neminiscenzen an den Bahir erklären. Neccanatis Schriften, so der Commentar zum Pentateuch und ״die Erklärung der Gebote", sind voller Citate aus dem Bahir. Von Interesse sind die Parallelen aus dem letzteren und dem Sohar bei ihm, wodurch die Verwandtschaft beider nur ins rechte Licht gesetzt wird. Der Bahir stand als die Schrift des Tanaiten N e ch u nj a b. Hakana im hohen Ansehen bei den Kabbalisten, die sich darauf, wie auf eine heilige Urkunde oft berufen. T odros halevi bezeichnet ihn als geheimnißvoll (אוצר הככוד ms. v. Orient VI Litbl. 182), Schemtob b. Schemtob als heilig (ספר האשוגוה v. Orient a. a. O.) und Isaak Kohen aus Segovia als Äer alle Maßen kostbar. Er sei, bemerkt er, von