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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1881-11-01 · Heft 11 (November 1881) · p. Seite 496

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
30 (1881)
Issue
Heft 11 (November 1881)
Article
Agrippa II. und der Zustand Judäa's nach dem Untergange Jerusalems
Date
1881-11-01
Page
Seite 496 (sequence 16)
Language
German
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•196 Agrippa II. und der Zustand Judäa's nicht die Rede sein, denn dieser wilrde lediglich von Gruud und Boden, Getreide und Vieh gegeben, wovon die Mittellosen, wie Jesus und seine Jünger es doch waren, frei wureu '). Diejenigen Judcnchristcn, welche des nationalen Gefühls sich entäußert und auch der! Mammon verachten gelernt hatten, setzten sich über die das patriotische Gewissen verletzende Steuer hinweg, und das liegt eben in der Jesus in den Mund gelegten Aritwort. Nicht so die reinen Juden. Diese wenveteil schlaue Mittel an, um ihr zu entgehen, nicht so sehr aus Eigennutz, als aus patriotische»! Ehrgefühl, uu! der Demülhigung zu entgehen. 'Manche verhehlten ihre Religion oder Abstammung und kleideten sich heidnisch, nur nicht erkannt zu iverden. Darauf bezieht sich die Halacha: לא ילבש אדם כלאים ואפילו על גבי עשר כרי להבריח בו אח המכס (.Ni laim IX, 2; Baba Kama p. 113 a), Als dieses Mittel dadurch vereitelt wurde, daß die init den! Eintreiben! der FiskuS Steuer Beauftragten eine körperliche Unlersuchuug anstellten, um verkappte Juden zu erkennen, haben sich, wie bekaunt, nicht Wenige ein künstliches praeputimn durch Epiplasmos geinacht, um nicht als Juden erkannt zu iverden. ') Verschieden von dieser Stelle ist jene, Matthäus >7,26. wo erzählt wird, das; die Einsordernden der Didrachma gesagt hätten: Jesus habe sie nicht gegeben,!> äiäü<sxu?.ui i’fiwv ov 11 kt l t« 01' r) y uy, ft u. Hier ist die Rede von der T c 111 p e l si euer, die jeder liefern inuhte, aber nicht für den Kaiser. Diese Tempelsleuer mochte Jesus nicht leisten, oder seine Anhänger hatten etivaS dagegen. Daraus passt auch das Gleichnis;: das; die Könige der Erde nur von Fremden Zoll und Steuer nehmen, aber nicht von den eigenen Söhnen. Das will sagen, da Jesus in besonderem Verhältnis zu Gott stehe,^ brauchte er nicht für den Opferbcdars des TeinpelS zu leisten. Zuletzt entschlicht sich doch Jesus widerwillig dazu. Hier sind es die ru (Udoctxfiu / «/i ß u v 0 r t $ , b. I). die גכ^!י כחציח השקל, welche von Jesus den Beitrag verlangen'. Dort aber sind es die Pharisäer, welche Jesus die patriotisch verfängliche Frage vorlegen: Ist es gestattet, dem Kaiser den Zoll zu leisten? e an öovvcu xtjv- 0ov KaC0«qc f] ov. Selbstverständlich sind beide Erzählungen unhistorisch und tendenziös. v־*;

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