Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 30 (1881)
- Issue
- Heft 10 (Oktober 1881)
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1881-10-01
- Page
- Seite 479 (sequence 3)
- Language
- German
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Necension. 479 Ansicht kennen lernen! muffe u,!venn sie sich ihre eigene bilden und späteren Skrupeln, die früher oder später rächt ausbleiden, gewachsen fein sollen. Bei einseitiger Belehrung wird der Jünger von beu buntschillernden Hypothesen, mit denen er sich später ja doch vertraut machen wird, gar leicht bestrickt werden. Und wie erst, wenn bei der Einseitigkeit der Lehrer — wie es Herr Wogue lhut — beu Widerspruch von vornherein reizt! Der Verfasser, von der Ansicht befangen, der Pentateuch würde von seiner Heiligkeit und Autorität verlieren, wenn auch nur ein Wort nicht von Moses wäre, läßt nämlich denselben auch Verfasser der letzten 8 Verse —Deuter. 34, 5 — 12 — sein. Wir sehen wirklich bei aller Achtung vor ernsten: und festen: Glauben und den: solchem Glaubet: entsprechenden Streben nicht ein, warum der Ausweg, den der Talmud der Gläubigkeit des Verfassers hier offen gelassen hat, nicht beschritten worden ist. Wen!: unseren Vorfahren trotz der Erklärung des R. Jehuda — Menachoth 30 a — die fraglichen 8 Verse seien von Josua hinzugefügt, die Thora!:och innner eine homogene geblieben und von ihrer Heiligkeit für sie nichts eingebüßt hat, so hätte ein gleiches Verfahre!: wohl auch unserem Geschlechte keinen Schaden zugefügt. Würde dann vielleicht auch nicht iu dem Schema Seite 20 Gott selbst als Autor und Moses als Aufzeichner — transscripteur — siguriren, das Buch hätte darum von seinem Werthe nichts verloren. Betreffs der übrigen Bücher der h. Schrift herrscht eine etwas freiere Auffassung vor. Josua 24, 29—33 ist nicht von Josua selbst, und das Buch Samuel hat in: Hinblick auf 1 Sam. 9, 9 und 27,6 einen andern Verfasser. Freilich ist für den letzteren Fall eine gewichtige Autorität zu nennen, an deren Strenggläubigkeit nicht gezweifelt werden kann und gleichwohl zu demselben Resultate gelangt ist — Abravanel. S. 31 wird constatirt, daß nach dem Talmud das ganze Buch Jesaia einen Autor besitze, ohne ein Wort dafür oder