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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1881-10-01 · Heft 10 (Oktober 1881) · p. Seite 478

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
30 (1881)
Issue
Heft 10 (Oktober 1881)
Article
[Rezension]
Date
1881-10-01
Page
Seite 478 (sequence 2)
Language
German
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478 Nccenswn. Freilich, wenn wir das erwarten, was gewöhnlich als Einleitung in die heilige Schrift uns geboten wird, so werden wir uns enttäuscht fühlen. Der gelehrte Verfasser unterscheidet zwischen einer historischen und einer kritischen Einleitung. Die Erstere hat sich nach ihm nur darauf zu beschränken, alle Thatsachen nach den Zeugnissen der relig. Tradition oder die Forderungen des Glaubens festzustellen und nur das als wahr anzunehmen, was mit diesen übereinstimmt. Dagegen sollen der Letzteren fast alle die Fragen Vorbehalten bleiben, die wir in einer Einleitung behandelt zu finden gewohnt sind. Der Vers, wählte die erst genannte Methode zur Behandlung. Er ist sich and) in seiner Aufgabe treu geblieben, nur zu treu. Es ist ja höchst anerkennenswerth und erfreulich, daß der Tummelplatz der Gegenwart, auf dem man durch leicht erfundene, unerwiesene Hypothesen billige Lorbeeren pflücken zu können wähnt, nun auch einmal ein Kämpe betritt, der bei Beherrschung des Materials mit ernstem, sittlichem Gefühle und relig iö ser Ehrfu r ch t an seine Aufgabe herangeht. Es thut wohl, dem Geiste der Verneinung, welchen: die Bibel schon so lange als willkommenste Zielscheibe diente, wieder einmal die positiven Ansichten und Anschauungen der Nabbinen entgegengesetzt und oft recht glücklich gerechtfertigt zu sehen. Aber der ex- Lremste Weg hätte doch vermieden werden sollen. Es kommt nicht selten vor, daß man beim Lesen des Buches den Wunsch nicht unterdrücken kann, der Verf. möchte die Fahrstraße des Talmud, unbeschadet der Resultate, die er zu Tage förbeni wollte, auf kurze Zeit verlassen und ein wenig de:: Wegen und Gängen der Gegner nachspüren. Die echte und rechte Bahn tritt erst dann so recht markant hervor, wenn auch die Seitenpfade unserem Blicke nicht verschlossen bleiben. Um so nothwendiger wäre dies aber gewesen, als das Buch ursprünglich für die Schüler des Verfassers bestimmt war, die doch auch des Gegners

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