Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1881-10-01 · Heft 10 (Oktober 1881) · p. Seite 457

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
30 (1881)
Issue
Heft 10 (Oktober 1881)
Article
Die Fabel in Talmud und Midrasch
Date
1881-10-01
Page
Seite 457 (sequence 5)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
87% known words query
IRI
…/2829132-2829542-2829553-2873107--20525-2873149
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

Die Fabel in Talmud und Midrasch. <57 Rabbi Josua b. Korcha war nach Aruch, Rasch! und Raschbam, denen auch Seder Hadoroth beistimmt, ein Sohn des Rabbi Akiba. Selbst aber nach den Toßafoth und Juchasin, daß er nicht dessen Sohn gewesen sei, weist Seder Hadoroth unwiderleglich nach, daß auch nach dieser Annahme die Lebenszeit des Rabbi Josua ben Korcha dieselbe sein und bleiben müsse, wie bei der Armahme der e r st e u Gruppe; daß sie namentlich in keine spätere Zeit zu ver« setzen sei.; Demnach sind es Rabbi Akiba und seine unmittelbaren wie mittelbaren Schüler, die Buchftabenfabeln dichteten. Weder aus der früh er n, noch aus einer späteren Zeit besitzen wir eine Buchstabenfabel. Dieser Umstand brachte mich auf den Gedanken, daß der ■ Entstehungsgrund der Buchstabenfabeln einzig und allein in der schreckensvollen H a d r i a n i s ch e n Z e i t und ihren langen Nachwehen zu suchen sei. In einer Zeit, wo die Abhaltung religiöser Lehrvorträge bei Todesstrafe verboten war, die Aufbe- Währung der heiligen Bücher mit Gefahren verbunden war. ׳ו״ד שנאי, . Rabbi Jos. b. Korch. kann also entweder nur das Erste oder nur. das Z w e i te gesagt haben, keinesfalls aber Bei- ׳des. Jcrusch. a. a. 0. und Wajikra R., Kap. 19, haben ר׳ ה ו נ א 3 ש מ ר׳ אחא אומר נחלק' für ר׳ יהושע בן קרחה. tUeber diesen ר׳ אחא siehe oben den Text.) Die Talmudstelle ־1סח דוד חמד. לסוחר כורתי? kömmt auch Midrasch Schocher Tob und Jalkut Thillim zu Ps. 19 vor. In beiden Midraschim geht dem voran : תני רבי ש סעו ן בן יוחאי פח במדים הם הצריקינם שהם.יודעין.לפתות אח בוראן, botm folßt: אמר רב אחא הכותיים הללו יודעים לסבב'בתחלה הם אומרים ובו׳. Also auch hier ist ר׳ שמעון בן יוחאי beziehungsweise ר אחא der ■erste Anreger zur Fabel. ר׳ דוסתאי דמן בירי tJalk.דמן.ביבי) dürste identisch sein mit jenem ־בל דוסתאי), der in Beresch. Rabb., Cap. 11/ die Fabel des R. Simon b. Iochai vom Sabbath vor Gott gleichfalls homiletisch-exegetisch verwerthet. S. meinen Aufsatz Juni-Heft, S. 262, Anmerkung.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.