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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1881-10-01 · Heft 10 (Oktober 1881) · p. Seite 446

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
30 (1881)
Issue
Heft 10 (Oktober 1881)
Article
Meir b. Simon und seine Schrift Milchemeth Mizwa
Date
1881-10-01
Page
Seite 446 (sequence 3)
Language
German
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440 Mclc b. Simon und seine Schrift Milchcmeth Mizwa. dehnte Privilegien, dis ihnen auch in der Folgezeit seitens der Fürsten und kirchlichen Würdenträgern nicht geschmälert wurden. Die Juden haben sich überhaupt überall, wo man ihnen wohl, wollend entgegen kam, als treue nützliche Unterthanen bewährt, und ihre Bedrückung entspreche weder der Gerechtigkeit noch dem wahren Interesse des Königs und des Landes." Bei der allgemeinen Bedrückung der Juden im Mittelalter, bei der Verach. tung. der sie im Abendlands preisgegeben waren, in der man sie von der bürgerlichen Gesellschaft ausschloß, sie als rechtlos hinstellte, als Fremde betrachtete und nicht für würdig hielt, für das Vaterland die Waffe»; zu führen, wäre man leicht geneigt, die obige Erzählung von der thätigen Rolle, welche die Juden in» Kampfe Südfrankreichs gegen die eindringenden Saracenen gespielt haben, für eine Sage zu halten; allein diese Erzählung findet sich auch in nichtjüdischen Quellen, auf die ja auch Me'ir b. Simon hinweist. Sie wird von dem provencali. schei» roman de Philomena mitgetheilt. Die betreffende Stelle wurde vor» Du Möge in der zweiten Ausgabe der Plistoire gen6rale du Languedoc par Dom Vaissette t. II, p. 29 veröffentlicht (vgl. Saige a. a. O. p. 8 und Les rafcbins franqais p. 5G1). Derselben Quelle entstammt die Angabe bei Aristide Gruilbert, Histoire de villes de France t. VI, p. 407, Artikel Narbonne: Charlemagne divisa en outre 8a seigneurie en trois parties bien distinctes: l’une destinde L Aimeric, chevalier courageux, en recompense des Services, qu’il avait rendus pendant le siöge; l’autre devolue L l’archeveque Daniel, alors titulaire de l'espicopat de Narbonne; enfin la troisiöme, fait bien remarquable L constater, tut reservöe aux juifs. Par suite de cette concession ils se concentrörent dans un quartier de la citö, bati tout expres pour cux et qui prit le nom de Ville-Neuve. La raison, qui

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