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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1881-09-01 · Heft 9 (September 1881) · p. Seite 429

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
30 (1881)
Issue
Heft 9 (September 1881)
Article
[Rezension]
Date
1881-09-01
Page
Seite 429 (sequence 2)
Language
German
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Recension. 42» wurzeln hervorgewachsen, ist zu wenig, um darauf die Annahme eines besonderen Sprachidioms, etwa nach Verhältnis^ des Neugriechischen zum Altgriechischen, zu basireu. Tie Weiterentwickeluug der hebräischen Sprache in jüngeren Zeitaltern stellt sich größtentheils als bloße Bedeutungsänderung eines längst im Gebrauche gewesenen Wortes, einer längst üblichen Nedeivcnduirg dar. Das ist gerade die bewunderungswürdige Seite an dem Stile unserer ueuhebräischen Schriftsteller, das aber auch die Schranke au demselben, wie selbst bei dem sprachgewaltigsten der mittelalterlichen Dichter, einem Jehuda Ha-Lewi. Verschiedene culturgeschichtliche Verhältnisse, die hier nicht weiter erörtert zu werden branchen, haben es bewirkt, daß daS Fremdsprachliche in großer Menge aus allen Weltgegenden in die hebräische Literatur eindrang und mit dem eigentlichen hebräischen Sprach gut zu einem Sprachgemisch verschmolz. Der Lexicograph kann daher nicht umhin, wenn er in seinem Wörterbuch einen Schlüssel zum Verständniß neuhebräischer Literatur darreichen will, wie groß oder klein es auch augelegt ist, das Fremdsprachliche mitzuberücksichtigen. Vers, ist auch, was diesen Theil seiner Leistungen betrifft, mit Methode und Ergebniffen der neueren talmudischen Sprachforschung vertraut. Das schließt freilich nicht aus, daß er bei der noch immer vorhandenen Unsicherheit der etymologischen Forschung auf talmudisch-midraschischem Sprachgebiet hie und da, wie an einigen Beispielen nachgewiesen werden soll, in der Herleitung des zu erklärenden Wortes fehlgreist. A. v. אדחגא S. 5 verweist Verf. auf das lateinische andrem, während doch auf das griechische Mqojv, wovon jenes nur die lateinische Schreibung deffelben Wortes ist, zu verweisen war. Uebrigens dürfte der Abstammung gemäß אנדחגא mit 1 hinter א zu verbessern sein, so in der Talmudstelle b. Mezia 86 a: .עייליר לארחגה. In אווש, wie es die bekannte Talmudstelle ,האי ריעף 1»1שא enthält, erblickt Verf. nach dem Vorgänge des Autors

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