Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 30 (1881)
- Issue
- Heft 9 (September 1881)
- Article
- Die Anfänge der Vocalzeichen im Hebräischen
- Date
- 1881-09-01
- Page
- Seite 399 (sequence 5)
- Language
- German
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Die Anfänge bet Vocalzeichen im Hebräischen. 399 Anregung dafür gegeben hat. Die Berührung mit uestorianjscb. syrischen Lehren in Anbar, Machnfa, Gondi-Schapnr, (Bet-Lepl), Kaschkar (in Talmud כשכר l. כשכר), in Risibis mar unvermeidlich. Es must gar ein gegenseitiger reger Verkehr zwischen den Inden in den Euphratländern und Syrern staltgefunden haben. Wie ist es sonst erklärlich, daß die syrische Uebersetzung der Sprüche im jüdischen Kreise als Targum Aufnahme gesunden hat? Diese Aufnahme ist nur im sechsten oder der ersten Hälfte des siebenlen Jahrh. denkbar. Tenn mit der Eroberung der Mnbammedaner im Jahre 632 haben die in diesem Lande (Irak) mohnenden Jrrden sich mit allem Eifer ans das Arabische gemorfen und kein Jnleresse oder kein Verständnis; mehr für das Syrische gehabt. Eine syrische Uebersetzung wäre also für sie nutzlos gewesen. Es ist daher erklärlich, daß eine gewisse Gleichmäßigkeit grammatischer Versuche unter Syrern und Juden in der sabu׳ räischen Zeit stattgefunden hat. Wie Joseph von Chuzai ähnlichlarrtende Wörter alphabetisch zusammengestellt hat, so kann auch zuerst, wenn auch nicht ein Schulhaupt, so doch einer der jüdischen K a r a i oder Saphraj 8 die aequivoca in der Bibel beobachtet und zusammengestellt und den ersten Anfang zur eigentlich masoretischerr Thätigkeit gegeben haben. Und wie die nestorianischen Syrer solche Homonyma durch Punkte zu uuterscheiden beganneu, (vielleicht doch Joseph Huzita?), so auch irgend wer im jüdischen Kreise. Die Diakrise wurde dadurch gehoben, daß die Vollvokale einen Punkt oben, die Schnellvocale (Schwa und Vicarien) denselben mrten erhielten; auch das Verhältniß der Vocale untereinander bei Wörtern, die sich blos dadurch unterscheiden, wurde beobachtet und durch die Setzung der Punkte difserirt. Ein weiterer Fortschritt war, daß diejenigen Wörter, welche der Lesemütter entbehren, also defective geschrieben sind, deren Lesung demnach zweifelhaft wurde, ebenfalls durch einen Punkt bezeichnet wurden (o. S. 367). Dieser Punkt bei Defec-