Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 30 (1881)
- Issue
- Heft 8 (August 1881)
- Article
- Beiträge zur vergleichenden Sagen- und Märchenkunde
- Date
- 1881-08-01
- Page
- Seite 271 (sequence 4)
- Language
- German
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871 e: Beiträge zur vergleichenden Sagen- und Märchenkunde. ben. Der Bäcker aber, der noch nie eine solche Münze gesehen hatte, zeigte sie einem Andern, dieser einem Dritten, bis sie einen Kreis um den Jüngling bildeten, und ihn nach dem Schatze fragten, den er gefunden haben müßte, wie es sich durch diese alte Münze herausstelle. Da er auf alle ihre Fragen gar nicht antwortete, brachten sie ihn vor den Herrn der Stadt, bei dem sich damals zufällig auch der Bischof Stephanus befand. Zuerst erschien er ihnen auch als Betrüger oder Irrsinniger, erst allmälig merkten sie, daß etwas Außerordentliches dahinter stecken müßte. Sofort machten sie sich alle, gefolgt von einem zahlreichen Volke, auf den Weg um zur Höhle zu gelangen, wohinsie der Jüngling führte. Dort fanden sie das von den Arbeilern in die Mauer gesteckte Kästchen, und nun wurde es Allen offenbar, daß sie es hier mit einem göttlichen Wunder zu thun Hütten, indem die Jünglinge eine so lange Zeit geschlafen haben. Auf den Bericht des Bischofs und des Statthalters kam auch a der Kaiser Theodosius selbst nach Ephesus, sprach mit den Jünglingrn und werlebte mit ihnen acht Tage. Am Schluffe derselben neigten sie wieder ihr Haupt und entschliefen nun zu einem ewigen Schlafe." Diese Legende ist nun eine der verbreitetsten. In der b»)« zantinischen Literatur allein findet sie sich häufig wiederholt, so - im ״Synaxarium", im ״Chronograph"; bei Nikepor Kallistes, Buch XIV, cap. 45. Dorotheas von Monembasia: Svvmfji( Sta- (f>0Qwv '/(Xaoomv, Venedig 1864 pg. 215—18. Cedrenus ed. Bonn I, 593 bemerkt ganz kurz: ״Im selben Jahre, d. h. im 23. Jahre des Theodosius, ereignete sich auch in Ephesus das fürchteinflößende Wunder der sieben heiligen Jünglinge, die nach 170 Jahren wieder auferstanden" (״r<3 ä’avcco icec xal tu <poßsQÖv xktv/ia T<öv ayccov inxä natStav tun1 h> yiyovev* ävasmvtwv avrwv 6ca Sxatov ißäofujxovta %q6jayvK). In der rum. handschriftlichen Chronik c. 134 fol. 147 a, 149 a. Die 24*