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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1881-08-01 · Heft 8 (August 1881) · p. Seite 269

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
30 (1881)
Issue
Heft 8 (August 1881)
Article
Beiträge zur vergleichenden Sagen- und Märchenkunde
Date
1881-08-01
Page
Seite 269 (sequence 2)
Language
German
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Beiträge zur vergleichenden Sagen- und Märchenlunde. 369 Götzen zu opfern und auf ihren Altären Weihrauch zu streuen. Zuerst befahl er den Aeltesten heranzutreten und dann den Jüngeren, drei Tage hintereinander. Darauf befahl Decius alle Christen zu fangen und sie vor die Altäre zu schleppen. Die Kleinmüthigen und Furchtsamen opferten denn auch wirklich den Götzen. Die Muthigen dagegen harrten trotz der Martern aus und bliebe» unbeugsam bei ihrem Glauben. - Zu dieser Zeit waren sieben Jünglinge, die den besten Familien der Stadt angehörten. Als sie den Befehl des Deciuö vernahmen, gingen sie in die Kirche, streueten Asche auf ihr ' Haupt und klagten und meinten zu Gott. Ein Späher bemerkte sie und erzählte es dem Kaiser, der die sieben Jünglinge unverzüglich fangen und gefesselt vor sich bringen ließ. Zuerst redete er sie mild an und verlangte von ihnen, daß sie dem anfgestellten Götze» opfern sollten, erst auf ihr beharrliches Weigern, drohete er ihnen mit den härtesten Martern. Schon wollte er seine . Drohung erfüllen, als ihn ihre Schönheit und Jugend rührte und er sie inzwischen frei ließ, mit der Bedingung, seine Vorschlüge reiflich zu überlegen und dann vor ihm zu erscheinen. Decius reiste darauf von Ephesus fort und versprach bald zurückzukommen. Die sieben Jünglinge berathschlagten nun, was sie thun sollten und entschieden sich endlich dahin, sich in eine ׳ Höhle des Berges Ochlon, der nahe voll Ephesus lag, zurückzuziehen uild dort muthig ihr weiteres Schicksal zu erwarten. Eines Tages, als der Jüngste von ihnen nach Ephesus, llm wie gewöhnlich Vorrath cinzukaufen, ging, erfuhr er, daß Decius wieder eingezogen sei und Allen vor dem Götzen zu erscheinen befohlen habe, zu gleicher Zeit sollten die Häscher die früher von ihm freigelasfeneu Jünglinge wieder einfangen und vor ihn bringen. Diese Nachricht erschreckte sie nicht wenig und unter Gebet und Anrufen von Gottes Hülfe schliefen sie ein. Inzwischen hatte DeciuS — da alle Nachforschungen nach den «*•*», M-nairschkift xxx. 8. 24

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