Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 30 (1881)
- Issue
- Heft 7 (Juli 1881)
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1881-07-01
- Page
- Seite 334 (sequence 7)
- Language
- German
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234 Reeensioncn. unter Anderem gegen ihren Gebrauch, in der Sabbatnacht im Dunkeln zu ,veilen, da damals schon in der Krim und vielleicht auch in anderen byzantinischen Provinzen Anans Jünger verbreitet waren. Alle diese Ergebnisse hat der Herausgeber lichtvoll eruirl. Das exegetisch-agadische Werk des Tobia b. Elieser bietet weniger Interesse wegen seines Inhaltes, als wegen der daraus resultirenden Thatsachen von der Verbindung der Juden in den entferntern Ländern unter einander und der Pflege des Wissens in ihren Kreisen.in dieser Leit. Der Editor hat nachgewiesen, das; der Vers, sein Werk 1097 geschrieben und es bis llOti umgearbeitet hat. Er war den,nach ein Zeitgenosse Naschi's r,nd Nathan Nomi's. Er kannte nicht bloß die talmudische und Agada-Literatnr, die Scheeltot, sowie die Halachot Gedolot, Saadia's Commentar zum Pentateuch und Werke von Hai Gaon aus dein Orient, sondern auch Salbata'j Donolo's astronomischastrologische Schrift aus Italien, die Agada-Laminluna des Mose Darschau ans Frankreich und das hebr. Lexicon Sarnks aus Spa׳ nien. Diese reiche Literatur ist ihm also von verschiedenen Seilen zugesührt worden. Die Inden in Bulgarien nuiffcn demnach Verbindungen mit dein Orient und mit Westeuropa gehabt haben. Einige Jahrzehnte nach Abfassung des Commenlars wurde er bereits in Frankreich gelesen und auch von Karäern benutzt. Interessant ist auch die Thatsache, das; Tobia in Kastori ein Lehrhans unterhalten hat, und daß einer seiner Jünger, Me'ir, ebenfalls aus Kastori, auch einen Eominentar versaht hat. Als Ausleger der Schrift steht er aber unter seinen» Zeitgenossen Nascht. Tobia hat auch, wie alle Welt damals, Verse gemacht, die der Herausg. znsammengestellt' hat. Sie sind eben so leer an Inhalt, wie unschön in der Form. Mit Recht hat Charisi über die Dichter im byzantinische,, Reiche gespottet, daß ihre Verse