Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 30 (1881)
- Issue
- Heft 7 (Juli 1881)
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1881-07-01
- Page
- Seite 329 (sequence 2)
- Language
- German
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Recenswnen. 320 zu werden, um das Gemüth ein wenig aufz>«richte>«: ועכשו שאין הפרוטה מצויה וביוחר שהן חולים מן השעבוד אין מכקשין לשמוע אלא רברי ברמת ונחמות (oder auch: היו טכקשין לשמוע דברי מקרא ואגרה). In Folge der Abnahme des Interesses für das trockene Talnmdstndüim wurde der jernsalemische Talmud in aller Eile ohne rechte redaktionelle Methode abgeschlossen«, «utb zwar in der Zeit «>ach Hillels Einführung des festen Kalenders nird wohl nach Julians Negierung (um 370). Da nichts Neues mehr in -er talmndischen Discnssion producirt wurde, so sollte wenigstens das Vorhandene erhalten und unter Dach gebracht werden. Desto mehr mürbe die Agada gepflegt, und diesen« Umstande verdanken «vir die zahlreichen agadischen Homilien. Aber so lange die Halacha noch gepflegt «vurde, «vie schwach auch immer, brauchte sie nicht das Gnadenbrod der Agada zu genießen. Erst als sie ga««z und gar schlvand und die Lehrhäuser eingegangen «varen, »«llßte sie sich auf ihre früher «veiliger geachtete Schivester stützen. Um sie nicht ganz in Vergeffenheit gerathen z«« lassen, «vurde eine sehr leicht zu beailtil'ortende halachische Frage;«!!« Eingänge genomniei«, nur pro forma, unter der Formel ילמדנו רבנו oder הלבה. Diese Methode. ist also geiviß jünger als die nur «1«it Pro.ö«nie«l operirende Pesikta d. N. Kohana. Im Jahre 553, als Jnstinians die 140. Novelle neyl'Eßyaünv (de Hebrais) erließ, «vorin er bei den Vorlesungen an Sabbaten den J««den verbot, sich des ״G e «v ä s ch e s" (xevocfontu) und der ״unvernünftig en Auslegungen" der Schrift (ittuyoi tQurjvf.Cai) zu bedienen, in dieser Zeit müssen bereits Agada- Sammlungen abgeschlossen gewesen sein, worauf sich diese Novelle bezieht. Gesa«1«melt und abgeschlosien wurden agadische Vorträge für solche Prediger, welche außer Stande wäre««, eine Homilie selbstständig zu compvniren. In Justinians Zeit haben sich also ihrer bereits außer-palästinensische, in griechischen Städten wohnende Prediger bedient. In das Jahrhundert