Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 30 (1881)
- Issue
- Heft 6 (Juni 1881)
- Article
- Notizen. Von Dr. M. Güdemann.
- Date
- 1881-06-01
- Page
- Seite 270 (sequence 3)
- Language
- German
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270 Notizen. gemeint ist, oder nicht, ist aus dem technischen Ausdruck nicht zu erkennen. Ein Umändern des העביר in הבעיר oder umgekehrt ist bei dieser scharfen Auseinanderhaltung der verschiedenen Konstruktionen ganz willkürlich. Es bleibt noch der ganz ausnahmSweisen Stelle, Ez. 20,26 zu erwähnen בהעביר כל פטר רחם, wo sich gar kein Beisatz findet. Hier ist vielleicht למלך oder באש zu ergänzen (vgl. das. v. 31). Keinenfalls aber kann man die Stelle benutzen, um, wie Hitzig u. A. gethan haben, daraus Bermuthnngen von ursprünglich gebotener Verbrennung der Erstgeborenen und dgl. zu begründe». Denn ein hapax legonieaon erklärt nichts, sondern bedarf selbst der Erklärung *)• II. Der Jes. 3, 20 erwähnte Schmuckgegenstand שירים;? wird von Jonathan durch קול מומסיא wiedergegeben. Kimchi hat die L.A. קול משטשאי und bemerkt zu dem Worte ולא ירעה׳ מה חוא. Luzzatto führt in seinem Kommentar zu Jes. die L.A. קלטזמסיא — als ein Wort — au, bemerkt aber auch לא ידענו מה חוא. Die Erklärung Mussafias, welcher in dem Worte eine hybride Zusammensetzung sieht, weist Luzzatto mit Recht ab. Levy im chald. Wörterb. leitet das Wort von dem griechischen xakafd? ab und erklärt: Werkzeuge zum Haarputz der Frauen wie Kämme, Haarnadeln. Allein xaka/ds würde im hebr. קלמיס lauten müssen (vgl. xäkapog --- קולמוס), was ist aber mit den weiteren Buchstaben מסיא anzufangen? Abgesehen hiervon liegt in dem hebr. Worte קשורים nichts, was auf einen nadelförmigen Gegenstand schließen läßt, was bei dem griechischen Worte vakaflfc, das sich ja wenig von xäka/uog, Rohr, unterscheidet. ') Fürst erwähnt zwar im WB. ebenfalls die Bedeutung ״weihen", leitet sie aber von einem ganz unbegründeten ״Vorüberführcn" ab und sondert die verschiedenen Konstruktionen nicht scharf genug. 1