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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1881-06-01 · Heft 6 (Juni 1881) · p. Seite 262

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
30 (1881)
Issue
Heft 6 (Juni 1881)
Article
Die Fabel in Talmud und Midrasch
Date
1881-06-01
Page
Seite 262 (sequence 3)
Language
German
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262 Die Fabel in Talmud und Midrasch. dichter darauf, daß besonders hier die ungerade Zahl: Sieben hervorgehoben sein will, mit der der Sabbath die Schöpfungswoche a b s ch l i e ß t, wodurch er allein unter sämmtlichen Wochentagen vereinsamt da steht, daß die Schöpfungswachs mehr keinen Raum zur Aufnahme noch eines Tages hatte, mit dem auch der Sabbath — wie die anderen Wochentage mit einander — hätte gepaart werden können. Der Sabbath kam zuletzt nach der Vertheilung und Zutheilung der Wochentage zu einander; er ist der Poet der nach - der Theilung der Erde kam. Wie der Sänger von Marbach Diesen vor Zeus klagend hintreten läßt, so ließ der Nabbi von Thekoa *) den Sabbath vor Gottes Thron klagend hintreten. ן Und gleich wie dort der Poet dadurch entschädigt wird, daß er mit Zeus in feinem Himmel leben kann, der ihm stets offen ist; so wird auch hier der Sabbath dadurch entschädigt, daß er für alle Zeiten mit der Himmelsbraut Israel vereint sein soll, dessen - Herz für seine heilige Weihe stets offen und empfänglich sein soll. Und dis hehre Frucht dieses von G o t t s e l b st e i n g esegneten Sabbath-Jsrael-Bundes ist die גשמה ימירה, die Sabbath-Seele Israels, die von ihrer einstigen weihevollen Vergangenheit wahrlich ebenfalls vor Gott singen kann: ״Mein Auge hing an deinem Angesichte," ״An deines Himmels Harmonie mein Ohr ״Verzeih dem Geiste, der, von deinem Lichte" ״Berauscht, das Irdische verlor!" ') Wenn in Bereich. Rabba der Fabel des R. Simon b. Jochai vorangeht - י״א לטה כרכו .... רבי ברכיה ורבי דוסתאי אוטריבכז שאין לו בן זוג, חד בשכרתא תרי כשבתא. חלתא ארבעתא, חמשתא ערובתא, שבתא לית לח פן זוג, so liegt dem natürlich schon zu Grunde die Fabel des R. Simon b. Jochai, der dem dritten Tanaitengeschlecht im zweiten Jahrhundert angehört, während Rabbi Berachja dem vierten Jahrh. angehört. lSiehs meine. ״Notiz" im vorigen Jahrgang d. Monatsschr. S. 144.)

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