Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 30 (1881)
- Issue
- Heft 6 (Juni 1881)
- Article
- Die musikalischen Instrumente im jerusalemischen Tempel und der musikalische Chor der Leviten
- Date
- 1881-06-01
- Page
- Seite 246 (sequence 6)
- Language
- German
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246 Die musikalischen Instrumente im jerusalemischen Tempel nennt es?srrltsrilliu. Zwar sollnach diesem Kirchenvater die C i 1 h a r a ebenso beschaffen gewesen sein; aber das Kinnor war gewiß nicht darin dem Nabla gleich. Denn die oben angeführte Notiz eines talmudischen Autors sagt ausdrücklich: daß sich das Mbel vom Kimrür durch die größere Zahl der Saiten und durch das ungegerbte Fell (עור שאינו עמד) unterscheide, d. h. wohl, daß das erstere mit einem Fell überzogen gewesen, das nicht bearbeitet zu werden brauchte, mit einer n a t ü r l ich e n M e m b r a n e. Darauf führt auch eine andere Notiz in der Mischna. R. Josua theilt nämlich ein Witzwort mit vo»l Widder. Man sagt: ״Beim Leben gieb! er nur eine» Ton von sich, nach dem Tode aber siebenerlei Töne. Aus den beiden Hörnern werden zwei Trompete-» gemacht, aus de» zwei Beiirknochen Flöten, ans dem Fell eine Pauke, der Wanst wird für N a b l i e n gebraucht und dis Dünndärme zu S a iten *)." Die aus dem Wanste des Widders znbereitete, getrocknete Haut wurde also für das Nabla gebraucht. Man fan» es sich nur der Art denken, daß die Membrane über den Nesonanz- NON plectrum dico, quo tanguntur, sed lignum illiid dixi concavum, cui superiacent, cui quodam modo incumbunfc, ut illae cum tanguntur tromefactae, et ex concavitatae sonum concipientes, magis sonorae reddantur. Iloc ergo lignurn cithara in inferiore parte, psalterium in superior e. Haec est distinctio. Zu Ps. 42 wird dasselbe kür- Zer gegeben: Psalterium istud organum dicitur, quod de superiore parte habet testitudinem, illud scilicet tympanum et concavum iigiium, cui chordae iunitontes resonant, cithara vero id ipsuin lignum concavum et sonorum ex inferiore parte habet. Sehr klar ist diese Schilderung keineswegs. Es folgt jedenfalls daraus, daß beim Psalterium, d. h. Nabla ein Schallboden (testit \1do, £ e Ä «3 v 1ן) und eine Membrana (tympanum) angebracht war. Ob auch bei der Cither ln der älteren Zeit, d. h. dem Kinnor? Die öftere Betonung des Unterfchiedes des einen vom anderen durch de superiore et de inferiore parte dient Augustinus übrigens zur albernen symbolischen Auslegung. *) Masechet Kinnim Ende: אמר ר׳ יהושוע זה היא שאסרו כשהוא חי קולו אחד וכשהוא מח קולו שבעה. כיצד קולו שבעה? שחי קרניו שחי חצוצרות, שתי שוקיו שני חלילין, עורו לחוף, מעיו ל נ ב ל י ם, בני מעיו לכנורוח. .