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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1881-05-01 · Heft 5 (Mai 1881) · p. Seite 208

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
30 (1881)
Issue
Heft 5 (Mai 1881)
Article
Über yisa
Date
1881-05-01
Page
Seite 208 (sequence 2)
Language
German
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Ueber עיסה. 208 Priester, sondern all diejenigen, welche der priesterlichen Bezie- Hungen Lheilhaftig sein wolltelt, bei Eingehung der Ehen den Stammbaum der Frauen prüfen und ihre Geschlechtsfolge aus alten Zeiten (6* «51׳ ctyxcawv) untersuchen, ^)iatürlich hatte diese Beschränkung um diese Zeit mit manchen Schwierigkeiten zu küntpfen, wo die Klasse der Jssah nicht mehr wie früher die untere und niedrige Volksschichte bildete, sondern vielmehr durch die Verwirrung, welche Herodes in die Genealogien gebracht, und durch die allgemeine Verschmelzung 1uiL den überaus zahlreichen Personen und Stämmen proselytischer Abstauunung den bei Weitem größten Theil des Volkes enthielt, von denen gar Viele auch durch Vermögen, Aemter und Gelehrsamkeit hervorragende Stellungen einnahmen. Die Priester sahen sich deshalb genöthigt, gewisse Prämien für ihre Frauen, und zwar durch Erhöhung der Morgengabe (כמוכה), einzuführen, um die ihnen noch ehelich zugänglichen Kreise von dem Uebertritt zu der machtigen Klasse der Jssah und von der ehelichen Verbindung mit noch manche andere Ausdrücke lassen vermuthen, daß Iosephus mit Rücksicht aus die heidnischen Leser, für welche ja dieses Werk bestimmt war, und mn sich eine für deren Verständnis; nöthig. gewesene weitere Explicirung zu ersparen, absichtlich diese dunkle Redeweise gebraucht hat. Die heidnischen Leser sollten darunter ״Priester" verstehen, dagegen konnte diese Redeweise auch den jüdischen Lesern und den wirklichen Verhältnissen annähernd entsprechen, töv 7:7,c u^ojavv^g sollte nämlich nicht bloß den Priester, fonbcrn alle, auch die Israeliten bezeichnen, die in gewisser Weise der Priesterwürde theilhaftig sind insofern dieselben in N achte inmen durch die Berheirathung ihrer Töchter au Priester dazu gelanget! können. Üebrigens wurden auch solche bei den Talmudisten häufig in die Bezeichnung כת ober כהנת miteingeschlossen. Vergl. Ketubot 18 a und Kidduschiu 78 Ü. )Natürlich ist dann unter *;£ bßoeO'Vovg nicht wirklich priesterliche Abstanimung, was ja gegen alle Vorschrift wäre, zu verstehen, sondern ״von gleichem Geschlechte", das heißt mit den durch ihre Genealogie zur Priesterehe Befähigten. Diese Stelle beweist aber ferner, daß die Kreise zweifelhafter Abstammung um diese Zeit allgemein im Besitze von Ansehen, Vermögen und Ehrenämtern waren. Denn nur darauf zielt der Satz hin: xai fiij tiqüs iiijdt idg äkkag dnoßktnuv Ußdg.

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