Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 30 (1881)
- Issue
- Heft 4 (April 1881)
- Article
- Über yisa
- Date
- 1881-04-01
- Page
- Seite 167 (sequence 6)
- Language
- German
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Ueber עיסה. 167 Ueber Proselyten werden uns in der Mischnah drei Ansichten tradirt'). Nach Rabbi Jehuda wild ein Proselyt vollständig als חלל erklärt. Die Töchter männlicher Descedenten von Proseihten sind danach für immer ungeeignet für eine priesterliche Ehe. Nach R. Elieser-b. Jakob gilt nur die Tochter eines proselytischen Vaters u n b einer proselytischen Mutter als .חללח, während die Tochter eines proselytischen Vaters und einer israelitischen Mutter oder eines israelitischen Vaters und einer proselytischen Mutter als priesterlich rein anzusehen ist. Dis mildeste Ansicht vertritt R. Jose, der selbst die Tochter zweier proselytischer Eltern für priesterlich rein erklärt. Die strenge Ansicht des Rabbi Jehuda, das; die Proselyten als חללים anzusehen sind, war jedenfalls die in alter Zeit herrschende. Es ist wohl undenkbar, daß Nabbi Jehuda bloß mit feiner persönlichen Autorität sich in Widerspruch gesetzt hätte mit der zu seiner Zeit jedenfalls schon in allgemeiner Geltung gewesenen mildern Ansicht des Rabbi Elieser b. Jakob, dessen Lehren schon der viel ältere Ben Azai gepriesen hatte, und daß derselbe ganz spontan zu einer für seine Zeit so unzeitgemäßen Strenge gekommen wäre, wenn er nicht in alten Ueberlieferungen eine sichere Stütze für sich gehabt hätte *). Vielmehr glaube ich in der Meinung des ')Kidduschin?7 a ר׳ יהודה אומר בת גר זכר ככת חלל זכר. ר׳ אלעזר בן יעקב אומר ישראל שנשא גיורת כתו כשירה לכהונה וגר שנשא כת ישראל ברזו כשירה לכהונה אבל גר שנשא גיורת כתו פסולה לכהונה אחד גר ואחד עבדיכם משוחרריס אפילו עד עשרה דורורת עד שתהא אמו מישראל ר׳ יוסי י-1וטר אף גר שנשא גיוררת ברתו כשירה לכהונה. Eine vierte Ansicht, die des R. Simeon b. Jochai das. 78 a, stellt die Proselyten selbst für Priesterehen den Israeliten wesentlich vollständig gleich. Jedoch von dieser können wir hier abschen, weil sie für unfern Gegenstand nicht ins Gewicht fällt. *> In babl. Kidduschin 78 a, jerusch. Kidduschin IV, 6 und Torat Ko- Hamm Abschnitt Ernor werden je drei verschiedene Deutungen als Grund angegeben, ein Beweis, daß dieselben nicht von R. Jehuda tradirt wurden. Vergl. übrigens Raschi Pesachim 66 a und Suika 31 a, wonach überhaupt