Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1881-04-01 · Heft 4 (April 1881) · p. Seite 164

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
30 (1881)
Issue
Heft 4 (April 1881)
Article
Über yisa
Date
1881-04-01
Page
Seite 164 (sequence 3)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
92% known words query
IRI
…/2829132-2829542-2829547-2872703--20162-2872741
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

164 Ue&cr עיסה. lien ihre Genealogie als Privattradition für sich bewahrt und j mehrfach auch schriftlich weiter geführt'); allein diese bildeten | nicht die Regel. Die Zeit des Hille! und Sama'i und ihrer s mächtigen Schulen hatte eben andere Ideale als die ältere Zeit. Da war nicht mehr die Reinheit der Abstammung so sehr die Grundlage für Ansehen und Würde, sondern vielmehr Geistes- ■ grüße und die Kenntniß des Schristthums und der Ueberliefe- ׳ rungen. Eine Zeit, welche den Grundsatz hat: ״ein gelehrter Bastard hat den Vorzug vor einem unwissenden Hohenpriester*) 1 kann nicht zugleich das Streben haben, alte Stammbäume zu j cultiviren. In einer solchen Zeit, wo auch Proselyten vielfach; in die Schulhäuser eintraten, nrußte auch eine günstige Wand- . lung der lange Zeit mit Unrecht geübten Absonderung von den Proselpten eintreten. Und damit traten auch selbstoerständ- : i lich die mildern Bestimmungen für Jssah ein.! IV. Der Grund für die eheliche Absonderung von den Familien ■ der Jsiah liegt also in deren zweifelhafter oder besser wahrscheinlicher Vermischung mit den Proselyten, deren Zahl seit Johann sich mit ihren Listen beschäftigt haben. Dann wäre dies mit eine Funktion des כיח דין של מזנים gewesen, welches in Ketubot 12 a bei einer Vcrordnung erwähnt wird, welche nach dem Jeruschalmi daselbst den Zweck hatte, die Priesterehen mit Israeliten einzuschränken. Damit wäre דנה את הכהונה nicht im Widerspruch; dieses könnte bedeuten, daß das Spn-, cdrium in zweifelhaften Fällen die gerichtliche Instanz bildete. Auch die; Toscfta Sanhcdrin 7, welche בודקין ארת יחוס׳ כהונה hat, könnte damit . eine gerichtliche Untersuchung gemeint haben. j ') S. Jeruschalmi Taanit IV, 2 und babli Kidduschin 71 a den Spruch * des R. Jochanan daselbst. Vergl. auch Pesachim 62 d. Der Satz des i Samuel Ketubot 12 b, der von ,סשפחורת הסיוחסוד־ז בישראיד handelt,! dürfte sich vielleicht auch auf den Ueberrest derer, die noch mit einem Fa> milien-Verzeichniß versehen waren, beziehen. Vergl. damit auch die weiter« Notiz des Africanus bei Euseb. das. *) Horajot letzte Mischnah.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.