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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1881-03-01 · Heft 3 (März 1881) · p. Seite 141

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
30 (1881)
Issue
Heft 3 (März 1881)
Article
[Rezension]
Date
1881-03-01
Page
Seite 141 (sequence 3)
Language
German
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IRI
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SReceuftcm. 141 meiigesucht worden, sondern aus einem reichen Vorrath hervorgelangt. Auch wer den Standpunkt des Verfassers nicht theilt, findet darin so reiche stossliche Belehrung, das; er an der Arbeit seine Freude hat, zumal sie, schön und schlicht stilisirt, 6t xroäest 6t ä6Ieetat. Für die mosaischen Bücher betont der Verfasser mit Recht ihre entschiedene Feindschaft gegen alle Arten von Aberglauben. Die wenigen Stellen in denselben, welche selbst als unter.dem Banne des Aberglaubens stehend bezeichnet werden können, werden mit gelehrter Berücksichtigung alter und neuer Commentatoren geistreich nach Seiten einer nüchternen Auffassung hi!r gedeutet. Obwohl es einen Standpunkt giebt, auf welchem diese Art der Lösung nicht erforderlich ist, so bleibt doch als Wahrheit bestehen, daß der Mosaismus seiner Natur nach jede abergläubische Zuthat wie einen Abcest aus seinem Organismus ausstößt. Ein gleiches Verfahren schlägt der Verfasser auch für die anderen biblischen Bücher ein. Ich gehe auf die sehr interessante Besprechung namentlich der Stellen, die von Todtenbeschwörern und Wahrsagern handeln, nicht näher ein, weil ich wünsche, daß der Leser sich die Sache aus der Schrift selbst hole. Verfasser kommt nun unter C und d aus die Mischna und Gemara zu sprechen, deren Stellung zum Aberglauben er folgendermaßen characterisirt (S. 55—56): ״Daß trotz des strengen Antagonismus der biblischen Urquellen gegen allen Aberglauben das jüdische Volk im Laufe der Zeit sich nicht von allen von Außen eindringenden superstitiösen Anschauungen frei halten konnte, ist schon vielfach ansgesprochen worden und genugsam bekaniat. Besonders als Israel im babylonischen Exil in unmittelbare Berührung mit andern Völkern kam, hatte es gar mancherlei Vorstellungen derselben in sich ausgenommen. Welch eine Fülle von ganz neuen eigenthümlichen Anschauungen muß sich beispielsweise an die aus Babylonien mitgebrachten Engelnamen geknüpft haben. Das jüdische Volk hat von jeher zwei einander sich zu widersprechen scheinende, in Wahrheit aber bei genauerer Beobachtung leicht ihre Erklärung findende Eigenschaften an den Tag gelegt. Auf der einen Seite die hartnäckigste und eifrigste

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