Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 30 (1881)
- Issue
- Heft 3 (März 1881)
- Article
- Über yisa
- Date
- 1881-03-01
- Page
- Seite 116 (sequence 4)
- Language
- German
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116 Uebcr עיסה. נקייה ועלה• Nabln Eleasar will hier offenbar die bereits oben angeführte Bestimmnng begründen, nach welcher alle Länder mit Einschluß von Palästina als Jssah gegen Babel zu betrachten sind. Ezra habe vor seinem Zuge auch in Babel eine strenge Scheidung der Steinen und llureinen vorgenomnren und fomit ganz Babel dem ״.si/.i... reinen Mehle gleich gemacht. Hier in den Worten des Nabbi Eleasar bildet פולה נקייה jedenfalls den Gegensatz zu עיסה. Alle übrigen Länder fiitb Jssah-Teig, Babel ist reines und seines Niehl. Der Gebrauch dieser und ähnlicher Bilder und besonders von Weitzen und Mehl für die Bezeichnung von Israel und auch einzelner Personen ist bei den Juden uralt und urwüchsig. Bon den Aggadisten wurden dieselben besonders vielfach in diesem Sinne gebraucht'). Israel in seiner Gesammt- ') Solche und ähnliche Bilder sind bei einem Volke, dessen Hanptbeschäftigung der Landbau war, naturgemäs! und sind daher fdjou in der heiligen Scbrift sehr zahlreich• Weizen wird aber besonder» non den Aggadistcn vielfach al» Bild für Israel gebraucht. So Midrasch rabba zum Hohenliede bei שרק־ in der herrlichen Zabel von dem Streite des Stroh» und der Spreu mit dem Weizen, für wen das Feld angcbaut wird, wo Israel mit dem Weizen verglichen wird. Aergl. das. noch de» Spruch des Nabbi Simon b. Lakisch, der den Weizen als Ailo gebraucht für die Bereinigung aIler KIassen d e r G e s a m m I h e i t I s r acls: פה חטים הללו פסולת שלהם,נפרדות עמהם כך ישראל פחוטכ עציך עד שואב מיפיך. Au» demselben Grunde wird in Baba bntra I-!'׳d ei» כעל שפועווז ein Vielwisser ohne scheidenden Scharfsinn ״ מרי חטיאWeizenbescher" genannt, und so besonders SH. Joses, Berachoih Ende und'Horajoth Ende. — Gelegentlich sei hier gegen Güdemann's Erklärung in Weis!'» Belh Talmud p. 77 des vielleicht auch von lliaschi verkannte» Wortes 'ZV bemerkt, das! dieses Wort, meines Erachtens, hier nicht den Berg Sinai, sondern ein Dornengeflecht, einen Korb, der Vieles in sich aufnimmt und behält, bedeutet, also — Vielwisser, ganz so wie das stammverwandte עינא und צנא. Vergl. Levy's Lexico» zu den Targumim zum Letztern. Durch den Glcichlaut mit dein Berge Sinai wurde dieses Wort als schönes Wortspiel im Gegensätze zu עוקר הריס gewählt. — Ebenso wurde auch Niehl in dieser Weise in der Volkssprache gewöhnlich gebraucht. Von einem Lehrer, derein« salsche Halacha tradirt. wird ohne nähere Erklärung oft 120^