Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1881-03-01 · Heft 3 (März 1881) · p. Seite 102

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
30 (1881)
Issue
Heft 3 (März 1881)
Article
Zur Geschichte der nachexilischen Hohenpriester
Date
1881-03-01
Page
Seite 102 (sequence 6)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
91% known words query
IRI
…/2829132-2829542-2829546-2872636--20088-2872657
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

102 Zur Geschickte der nachexilischeu Hohenpriester. anzunehmen, das; die talmudischen Quellen mit ihre»; שמעון הצריק diesen Simo n K a n t h e r a S gemeint haben, der zur Zei! Agrippa's I. snngirt hat. Lebte er in dieser Zeit, so wird ei es gewesen sein, welcher die Stimme aus dem Allerbeiligsien vernommen haben wird, welche Caligula's Ermordung (24. Ja! nuar 41) verkündet bat. Diese Erzählung von der Stimme aus', dem Allerbeiligslen beruht eben so aus einer Sage, wie die auch in der Tosest« vorkomniende von der Stimme, welche der fürs,! liche H.P. Jochanau Hyrkanos vernommen haben soll, das; seine Söhne den Antiochos (GrppoS) besiegt hätten, deren Historicitäl dadurch nicht glaubhafter wird, das; sie auch Josephus nacher, zählt. Sagenhaft erscheint ja auch die Nachricht von der Tochterslimme, betreffend Ealigitla's Ende, durch den Umstand, daß der H.P., sei es Simon oder fein Borgänger, gerade an Caligula's Todestage sie vernomineu habe. Das war aber im 2'oint«■, und der H.P. kam nur am Versöhnungslag! in das Allerheiligste. Chronologisch ungenau erweist sich auch die Notiz, das; sich die schweren Pforten des inuern Tempels in derselben Zeih d. h. 40 I. vor der Tempelzerstöruug, einst von selbst geöffnet hätten, was von 9i. Jochanan b. Sakkai als ein böses Omen erklärt worden wäre. Denn Josephus berichtet ebenfalls von diesem Vorfall und zählt dieses Omen neben an> deren auf, welche den Untergang des Tempels vorher angedeutei halten. Er bestimmt ihn aber zur Zeit kurz vor d e r R ev o l u £ i 0 11 und vor dem Ausbruch des Krieges. Da sei die schwere Pforte um Mitternacht.geöffnet gefunden morden, davon die, Wächter dem Tempelhauptuiauu Anzeige gcniacht, und dies von den Einsichtsvollen als ein schlimmes Vorzeichen angesehen worden *). Aber wie sagenhaft und chronologisch ungenau ') Josephus j. Kr. VI, 5. 3. Er erzählt zuerst von dem glänzenden L d t»־, t es 2>»!.>׳> und Iilkar wie Togeshelle erleuchtet habe, giebt dab

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.