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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1881-02-01 · Heft 2 (Februar 1881) · p. Seite 60

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
30 (1881)
Issue
Heft 2 (Februar 1881)
Article
Zur Geschichte der nachexilischen Hohenpriester
Date
1881-02-01
Page
Seite 60 (sequence 12)
Language
German
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60 Zur Geschichte der nnchcxilischen Hohenpriester. xal 'It-fiovi tov rafuO.r]).). Dieses Ende des sadducäischen H.P. steckt auch in dem Zuge (in der Quelle des babylonischen Talmud), das; er in den Staub geworfen wurde (ער שהוטל באשפה). Tie Lage hat also Manches von dem tragischen Tod dieses kecken sadducäischen H.P. Anan erhalte», nur hat sie sein Ende, das erst acht Jahre später nach seiner Amtsentsetzuug erfolgte, eben »ach Lagenart, zusammengedrängt und mit dunkler Erinnerung an die drei Monate seiner Funktion in drei Tage um* gewandelt. Was die talmudische» Quellen von einem H.P. erzähleil, daß er bei der Funktion am Bersöhnungsiag« und bei der rothen Kuh die sadducäijche Interpretation keck bethätigt hat, bezieht sich also ohne Zweifel aus A n a n, den jüitgsten der süns Löhne des ältere!t Auan. Leine dreimonatliche Hohenpriestermürde fallt in das Interim zwischen dem Tode des Procurators Festus und der Rukunsl seilte» Nachfolgers Albinus, und da er mähreud der drei Monate anl Versöhnungstage sungirl hat, so fielen diese in den Herbst «!0 nachchr. Zeit'). Erst seil dieser Zeit, und wir dürfen jetzt hinzuftigen, in Folge von Anans sadducäischer Deiuonstration wurde der Brauch eingeführt, dein H.P. einen Eid abzrtnehmen, daß er an dem Ritus für den Versöhnungslag nichts ändern werde, wie es die Mtschua berichtet. D. h. also erst zehn Jahre vor der Tempelzerstöru ng wurde die Vereidigung eingeführt, wie denn überhaupt die Traditionen in der Mtschua über die Eigenheiteil bei den Funktioile» im Tempel (itl Jonia, Lukka, Tamid und Middot) er>t aus der letzten Zeit des Tempelbestandes stammen. Diesen Eid können also nur vier Hohepriester geleistet haben, welche innerhalb dieser 40 Jahr« fungirt haben, Jos na b. Dantnai, Jojnja b. Ga mala (oder Gamaliel), Matthia b. ') Vgl. Monatsschr. Jg. 1877 S. 449 sg.

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