Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 29 (1880)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1880)
- Article
- Beiträge zur vergleichenden Sagen- und Märchenkunde
- Date
- 1880-12-01
- Page
- Seite 563 (sequence 15)
- Language
- German
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Beiträge zur vergleichenden Sagen- und Märchenkunde. 563 emenbitt. Für ססמלוף muß ich zu einer kühneren Emendation greifen. Ich will deshalb noch die Bemerkung vorausschicken, daß wir zur Erklärung des Ursprunges dieser Sage nicht beim BogomiliSmuS stehen bleiben können, sondern denselben vielmehr im Oriente zu suchen haben. Bekanntlich suchte Manes oder Man! im III. Iahrh. das Christenthum mit den dualistischen Anschauungen des Parsismus in Einklang zu bringen und gründete die nach ihm benannt« Sekte der Manichäer. Eme Hauptrolle in ihrer Lehre spielt nun Sata nael ----- Satangott, d. i. das Princip des Bösen als herrschend gedacht. (Vgl. Baut: Manichäismus, Flügel: ML»! und seine Lehre.) In unserer Sage erscheint nun Sisinie. Nun wird uns berichtet, daß nach dem Tode des Manes, ein gewisser S u sinios an die Spitze der Sekte trat: (*hotvios <> mvwv Siäbei Petrus Siculus historia de . . . Mamchaeorum liaeresi ed. Räder 1604 p. 30 und ״Siaiwtov töv dv«So%ov rijg rovmv pavCag,“ der zuerst verflucht wird von der orthodoxen Kirche bei Fabricius, 6oä. apovr^pd. bl. T. 1, 1819 p. 354, s. Hasdeu 0. a. O. p. 717.) In der russ. Formel heißt der zweite Engel Sihail, woraus wohl in den späteren Mihail geworden ist; aller Wahrscheinlichkeit nach steckt darin nun der ״Satanael", vielleicht von Bogomil absichtlich geändert. Ganz dasselbe wird ססעל bedeuten, eine leichte Emendation v v und א ־־= ג, ergiebt auch סטגאל ----- Sata nael, an welches Wort alsdann, da es allein einen consonantischen Schluß hat, aus Analogie die Endung זף ob. ף angehängt worden ist. Im Sepher Chassidim §1152 heißt es nämlich ״kein Gebetsname, mit Ausnahme des Wortes ״ .שוסףMußaph" hat am Auslaute ein 1^. da dieser Buchstabe nur dem Namen der bö« sen Engel wie זעף ,קצף ,שעף angehängt wird. Vgl. Azulai z. St. Aus demselben Grunde wird auch hier die Endung ף> angehängt worden sein. Der ganze Charakter dieser r