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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1880-11-01 · Heft 11 (November 1880) · p. Seite 491

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
29 (1880)
Issue
Heft 11 (November 1880)
Article
Notizen zur Topographie Palästina's
Date
1880-11-01
Page
Seite 491 (sequence 11)
Language
German
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Notizen zur Topographie Palästinas. 401 bol« in der Gegend von Gadara nnd unweit der Heilquellen von Amatha kommt noch mit einem anderen Beinamen vor, das den Topographen allerdings bekannt war, aber sie wußten es tticht zu placiren. Um die Nichtigkeit der weiter anzuführenden Beweise zu würdigen, ist es nöthig, die Zeugniffe über die bedeutende Heilkräftigkeit der warmen Bäder von Amatha-Gadara zusammenzu» stellen. EunapiuS aus Sardes berichtet: Die Bäder bei Gadara kommen beinah denen von Bajae gleich, übertrefsen aber alle anderen (citirt bei Reland p. 775). Im vierten Jahrhundert zur Zeit des Antonius Martyr, wurde» diese Heilquelle» tdsrwas Lolin«, Elias-Quellen genannt, weil Juden und Christen des Glaubens waren, daß sie, wie Elias, alle Krankheiten zu heilen vermögen. Der Kirchenvater EpiphaniuS berichtet, daß die Bäder von Gadara, h. in Amatha zur Heilung verschiedener Kraukheileit dienten, das; deßwegen dort jedes Jahr eine Art festlicher Zusaimnenkunft (mtvtjyvQt-s) stattfand, also eine Art Bade-Saison eines Curorts, und dag Männer und Frauen dort gemischt zu baden pflegten. Endlich berichtet EpiphaniuS noch, daß bei Gadara mehrere Höhlen waren, Grabhügel ,i«n) und nohuh•(')(!«( genannt (adversus Haereses I). DJun erzählt der Midrasch, um das Beispiel einer Räthselspräche anzuführen, daß N. Jonathan sich nach Magdala der eS kann der FlußHicromax sein, während על שפת הים verdächtig ist, weil von Migdal-Gadara weit zum Meere und selbst zum Tiberias-See war. Durchweg historisch ist diese Erzählung keineswegs. Denn gleichviel ob hier von Migdal bei Gadara oder von dem bei Tiberias die Rede ist, so war weder das eine, noch das andere eine Stadt mit einem Lehrhause, wo N. Simon b. Elcasar so viel Wissen erlernt haben könnte, um hochmüthig zu sein. Dieser Zug scheint vielmehr eine Milderung des sonst anstößigen, hochmüthigcn Sinnes bei einem Tanaiten zu sein: er war hochmüthig wegen seiner Weisheit. Endlich braucht die Stadt, bis zu welcher R. Eleasar dein von ihm verlebte» Manne nachgcgangen, nicht die des Erstcren zu sein, sondern kan» di« des Letzteren gewesen sein. F

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