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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1880-10-01 · Heft 10 (Oktober 1880) · p. Seite 441

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
29 (1880)
Issue
Heft 10 (Oktober 1880)
Article
Die alten jüdischen Katakombeninschriften in Süditalien
Date
1880-10-01
Page
Seite 441 (sequence 9)
Language
German
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IRI
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Die alten jüdischen Katakombeninschristen in Süditalien. 441 d. h. spä lest e ns dem vierten oder Anfang des f ü n f t e n I a h r h u n d e r t s an, da, wie gesagt, mit dem ersten Viertel des fünften Jahrhunderts die Aussendung der Apostel völlig aufgehört hatte. Diese Limitation des terminus ad quem verhindert nicht das Epitaphium noch höher anzusetzen, aber wohl nicht höher, als das zweite Jahrhundert. Denn erst nach der Zerstörung des Tempels kam die Gewohnheit auf, Apostel zur Diaspora zu sen» den. R' Akiba selbst pflegte als Apostel Reisen zu machen (vgl. Graetz a. a. O.). Die lateinischen Grabinschriften würden also zwischen das zweite und fünfte Jahrhundert zu setzen sein; die griechischen muffen jedenfalls älter als das fünfte Jahrhundert sein, die hebräischen jünger. Aber allzutief dürfen auch diese nicht gesetzt werden. Denn der Schriftcharakter, wie ihn AScoli photographisch reproduciren ließ, ist noch antik und hat Aehnlichkeit mit dem palmyrenischen Alphabet. Die Vergleichung der Venosinischen Epitaphien giebt auch an die Hand zur Bemerkung, daß das Hebräische erst allmählig auf Grabinschriften aufgekommen ist. Nr. 2 ist das sonst häufig vorkonimende Wort שלום auffallend griechisch wiedergegeben: züyog ,Ava, <51ä ßCov aaXmv. In der Zeit, aus welcher dieses Epitaphium stammt, muß es also noch nicht üblich gewesen sein, ein hebräisches Wort anzu» bringen, sei es aus Unkenntniß des Hebräischen oder aus alt« hergebrachter Sitte. Nun vergleiche man damit Nr. 17, wo grade umgekehrt das Griechische mit hebräischen Lettern wiedergegeben ist: : שלום עלפי! שברכו מפום 1 סיקונדעו סרסביטח קיט::: ינא אוגרואנטא אמון

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