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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1880-08-01 · Heft 8 (August 1880) · p. Seite 363

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
29 (1880)
Issue
Heft 8 (August 1880)
Article
Über jüdische Sitten und Gebräuche aus muhammedanischen Schriften
Date
1880-08-01
Page
Seite 363 (sequence 9)
Language
German
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Mt« mntminm^rtiilltlH'it ®dirlftc»(, .׳mit Andere jüdische Gebräuche, die in der Chajbarepisode des Antar׳ Nemans erwähnt werden, sind folgende: S. 90: ״Abü Suhejl sandte in die Festung und er ließ alle darin befindlichen Nettesten herauskommen; fie hoben die heiligen Bücher (&l-as f&r) aus ihre Köpfe und schrieen allcsammt die Psalmen Davids (mazämir Däwüd) und in dieser Weise empfingen sie den 'Antar, wie dies ihre Litte ist." In der Beyruter Ausgabe des Romans heisst es an Stelle der oben ermähnten Abgrenzung des sabbathlichen Bodens ״denn das Sprechen am Sabbathtage ist verboten und eine Sünde, die nicht verziehen wird und eine llebertretung, die nicht gesühnt werden kann" (Bd. VI p. 2S9). In der Kairo- Ausgabe fehlt dieser Passus. S. 110 (Kairoer Ed.) sagt ein Getreuer der Gamra, der zu einem Ausfall am Sabbathtage räth: ״Fürchte nicht, o Emira! ich weiß, daß sie in jedem Monat vier Tage haben, au welchen sie, solange die Zeiten dauern, ihre Beschäftigungen einstellen, und au welchen sie ihre Angelegenheiten zu verrichten nicht int Stande sind, es sei denn, daß sie gewaltlhätig gezwungen werden und ihnen eine Sache zukäme, die ihnen Schaden bringt. Dieser Tag nun ist einer dieser Tage, auf welchen sich diese für ewige Zeiten gegebenen Gesetze beziehen. So laß uns denn heute den Kampf aufnehmen." Auf die ewige Geltung des Sabbathgesetzes legen auch die Polennker Gewicht. S. ZDMG. a. a. O. S. 380 Aitm. 3. Die arabischen Volksbücher leisten Erstaunliches in der Erdichtung von Schwurformeln. Alle Völker schwören in ihrer Weise, im Sinne ihrer Religion und da iu dieser Literatur ganz fabelhafte Religionen angeführt werden — nanientlich im Romane des Sejs — so begegnen wir auch den fabelhaftesten Schwurformeln. Die Juden des Antar-RomanS schwören auch in Formeln, die ihrer Religion entnommen sind. Der gebräuchlichste Schwur ist: wa-hakk al schem (אל־שים), also beim Scham; der Derfaffer glaubt aber Schäm sei ein Buch, worauf der Jude schwört,

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