Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 29 (1880)
- Issue
- Heft 8 (August 1880)
- Article
- Über jüdische Sitten und Gebräuche aus muhammedanischen Schriften
- Date
- 1880-08-01
- Page
- Seite 361 (sequence 7)
- Language
- German
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aus muhammedanischen Schriften. 361 verwechselnden Buchstaben s und ק, j und v leicht in jenes nton* ströse Wort corrnmpirt werden konnte. D<l Träger eines andern, anscheinend geistlichen Amtes, heißt fast ein Dutzend mal rizsaukLr. Damit weiß ich nun nichts anzufangen, es sei denn, daß dies Wort, das bis zur Unkenntlichkeit corrumpirte cliacham sein sollte, was ich aber selbst für unwahrscheinlich halte. Sehr interessant in Bezug auf die Vorstellung von dieser Amtsperson ist folgende Stelle, an welcher die Tendenz, die jüdische Religion in's Lächerliche zu ziehen, nicht zu verkennen ist. S. 143: Der Jude G'abbru verliebt fidj in "Antars Frau "Abla und äußert dem Dul-Chimär gegenüber den Wunsch, sie zum Weibg zu nehmen. ״Da sprach zu ihm D.-Ch., der Verräther, wie, ist es denn bei Euch erlaubt, daß jemand ein Weib heirathe, das nicht zu seiner Religion gehört, und nicht von seinem Stamme ist? Wie wird sie dir der Dzsaukär (in der Beyruter Ausgabe Bd. VI S. 234 steht an dieser Stell« Dzsaurakän) erlaubt machen, und wie werden dies die großen Juden aufnehmen?" Da sagte GabbLr: Dies ist bei uns erlaubt und wir mißbilligen dies Nicht; doch ist es mit einer Bedingung verknüpft. Wenn jemand eine Sklavin besitzt, die sein Herz liebt, und um welche seine Gedanken und sein Sinn schwärmt, und er will sie gutwillig;mit Weibe nehmen, so muß sie mit einem der angesehensteil Chazanin drei Nachte ganz allein in der Synagoge zubringen, ohne daß sonst ein Mann oder ein Weib zugegen sei, dattn tritt sie ein in die Religion der Beni Isra’il." b«n. Mit ם am Auslaut« kommt פרנאם als jüdischer Personennamen in der Beyruter Aus,,. Vl, 244 vor mit dem Epitheton סלעון כן מלעון. In der Kairo-AuSg. XVIII, 8t) heißt derselbe Man» HLrü» ״ein Scheich» der Welser und Arzt mar, der die Ursprünge kannte und Wissenschaft hatte von dem, was in der Thora an Geboten und Verboten enthalten ist, ferner alle Arten der Kräuter, Wurzeln und Pflanzen kannte, welche dem Körper schädlich sind; er gab davon jedem, der ihm dasür zahlte." Mit Hilse dieses NaturkrnnerS gelingt «S Mejlcha, den Helden 'Antar zu berauschen.