Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 29 (1880)
- Issue
- Heft 8 (August 1880)
- Article
- Über jüdische Sitten und Gebräuche aus muhammedanischen Schriften
- Date
- 1880-08-01
- Page
- Seite 359 (sequence 5)
- Language
- German
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aus muhamn»danls^en Schriften. 359 Juden wollen 'Antar und seine Kinder an diesen unzugänglichen Ort aussetzen und dem Verderben und Hungertode preisgeben. Inzwischen kommen die durch die Christen herbeigerufenen HülfSschaaren herbei und umringen den Berg, auf welchem Antar ansgesetzt war. ״Die Juden aber gingen auf einen hohen Hügel und hielten dort den Sabbath (asdatü) und ließen ihre Rosse und ihre Rüstung an einem andern Orte, um dann, wenn der Sabbath zu Ende geht, ihren Kampf und Krieg wieder aufzunehmen. Als sie auf jenem Hügel sich niedergelassen hatten, gingen ihre Vorsteher und Rabbiner und viele ihrer Aeltesten und machlen eine Scheidegrenze um den Hügel herum (chattft liuula (liiliku al-tnll cbattnn) und unterschieden ans diese Weise de» Sabbatbode» von dem erlaubten Boden" (al-arcl al-nmsbitä min al-ard al-niubäM) (S. 108). Gasüb gelingt es nun, in SklavenklsMUng in die Festung zu gelangen, und seiner Heldenmutter unÄ ihrer winzigen Schaar den Weg durch die zahlreiche Feindesschaar zu bahnen. Es begannen nun hcldenmüthige, verzweiflungsvolle Kämpfe, die Belagerer schlagen sich durch das feindliche Heer dnrch und kämpfen eine!» lömenmulhigcn Kanipf. Während dieser Kämpfe kommen Truflpen des byzantinischen Kaisers unter Anführung vieler Geistlichen, an ihrer Spitze Mar Tuma (Thomas) nach Chajbar und werden von den Juden, die in große Noth gerathen, freundlich begrüßt. Martuma hört mit Freuden, daß 'Antar, nach dem der Kaiser schon so lange fahndet, in der Gewalt der Judei^ ist. Mejscha schildert ihm jedoch die Bedrängniß, in welche sie durch 30 Belagerer versetzt sind. ״Martuma lachte, als er dies hörte. Es ist wahr, sagte er, was man von Euch sagt, daß Ihr, Gemeinde der Juden, der Emiedrigung und dem Elend geweiht seid, darum müßt ihr auch Kopfsteuer und Tribut alljährlich bezahlen; ihr sollt aber noch heute sehen» wie ich mit jenen Niederträchtigen verfahren werde, die ihr mir geschildert habt." Es sollte aber anders kommen.