Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 29 (1880)
- Issue
- Heft 7 (Juli 1880)
- Article
- Über jüdische Sitten und Gebräuche aus muhammedanischen Schriften
- Date
- 1880-07-01
- Page
- Seite 314 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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314 lU’bcr jüdische Sitten und Gebräuche Regeb b. Ahmed, der einen sehr weitläufigen und wichtigen Contmentar zur Tarika Muliammadijja (d. h. muhantniedänischer Weg) des bekannten Dogmatikers B i r g e w 1 verfaßte'), Ich lasse die Commeittarstellen in Klammern folgen: Aus der TraditionSsammlnng deS Abü Daud: Von Scheddad I>. Aus wird berichtet, daß der Prophet sagte: ״Thuct an! ders als die Juden |b. h. beim Gebetes, denn sie beten nicht in Schuhe» und Sandalen." IMuharitmed befahl die Gebräuche der Juden zu verlassen, nachdem er die Hoffnung aufgegeben, daß sie sich ihm auschließen würden; früher befahl er wohl manche ihrer Gebrauche anzunehmen. Als es sich nun herausstellte, daß sie keine Disposition für das Licht des Glaubens hatten, da befahl er ihren Gebräuchen zmvidcrzuhandeln. Chodschazk.de sagt: Das Gesetz, die Gebräuche der Juden nicht nachznahmen, ist eilt bervorragendeS Moment der Religion. Aus diesem Grunde wird (int Gegensätze gegen die Gesetze der Juden) int Islam gebilligt, au Fasttagen iir der Dämmerung Speise einzunehmen, den Beschluß des Fastens zu beschlemtigen und nicht über die Grenze auSzudehneu, darum ist auch der Beischlaf in den Fastnächten erlaubt und vieles dergleichen). Tahitt gehört auch die Tradition des Hudejfa: ״Leset den Koran mit den Melodien der Araber und ihren Tönen; hütet Euch aber vor den Melodien der Sünder und d e r B es i tz«r b e i d e r S ch r i f s e n." Unter den Melodien der Sunder werden hier die Melodien der profanen Musik verstandeir; die Besitzer beider Schriften (ahl aUkitabejn) sind die Juden und Christen, die Inhaber des DaurLt und des Ing!!*). - ') Hschr. des ungar. Nationalmuseums Cod. Orient. Nr. XVI. fbl. 323 a. Die Traditionssielle lautet: אן רסול אללה עם קאל כאלפוא »«ליהוד פאנהם .לא יצלון פי כפאסהט ונעאלהבש י) Regel» b. Ahmed Und. fol. 252 b.