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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1880-07-01 · Heft 7 (Juli 1880) · p. Seite 311

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
29 (1880)
Issue
Heft 7 (Juli 1880)
Article
Über jüdische Sitten und Gebräuche aus muhammedanischen Schriften
Date
1880-07-01
Page
Seite 311 (sequence 10)
Language
German
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aus mohammedanischen Schriften. SU saäal benannte Kleidungsart jüdische Sitte sei, erwähne ich noch die häufigste Erklärungsweise, welcher sich auch Al-GazLl! anschließt: ״Was das Sadal betrifft, welches während des Gebetes verboten ist, ko besteht eS nach Ansicht der Tradittonsgelehrten darin, daß man sich in sein Kleid einhttllt, und seine Hände drinnen behält (und nicht in den Aermel steckt) und die Kniebeugung und Prosternation in dieser Verhüllung vollbringt. Dies war nämlich di« Sitte der Juden während ihrer Gebete, und es ist verboten, ihr« Gebräuche nachzuahmen *)." — Viel wichtiger ist folgende Bestinnnnng des muhamme dänischen Gesetzes, welche auch für die vergleichende Ritualistik von großem Interesse ist. Darum mag es mir gestattet sein, etwas länger bei derselden zu verweilen. Die muhammedanische Tradition verbietet das Erheben der Hände während des Gebetes. ״WaS sehe ich Euch," sagt Muhammed, ״Euere Hände erhebe», als wären sie Schwänze von widerspänstigeu Pferden? Bleibet während des Gebetes in ruhiger Stellung Desgleichen wird das Erheben der Augen gen Himmel beim Gebet« streng verboten. ES erleidet keinen Zweifel, daß diese Verbote ihren Grund in der Bestrebung haben, den Glauben, Gott wohne im Himmel, zurückzudrängen, ein Glaube, der auch im Koran Albdruck findet •), aber von den nicht-anthropomorphistische» Theologen aus den detreffenden Stellen in spiritualifiischer Weise hiuuusinterpretirt wird. ״Es ist keine Meinungsverschiedenheit," sagt einer der bedeuteltdsteit TraditiouLinterpreten, der Kadi 'Ajüd. ״zwischen ') Al-GazLl, JhjL Bd. I, S. 152. '1 Muslim. Traditionssammlung Bd. II!>. 43 •לי אראכם ראפע «o אידיכם כאנרא אדנאב כיל עמם אסכנוא פי אלצלוח. *) An vielen Stellen; so auch m der Tradition Muslim II, S. 97 anertennt Muhammed eine Sklavin als Rechtgläubige, di« aus seine?frage» wo Gott sei? erwiedert: im Himmel.

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