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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1880-07-01 · Heft 7 (Juli 1880) · p. Seite 310

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
29 (1880)
Issue
Heft 7 (Juli 1880)
Article
Über jüdische Sitten und Gebräuche aus muhammedanischen Schriften
Date
1880-07-01
Page
Seite 310 (sequence 9)
Language
German
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310 lieber jüdische Sitten und Gebräuche n. 1. Daß die Sitte des ^r<1Ln-Nnfens im Gegensätze gegen die Sitte der arabischen Inden mit dem l>ftk zum Gebete zu rufen entstanden ist; ferner, das? das Lesen des KoraitS zur NachniittagSzeit mit der Mativirunq mißbilligt wird, das; die Juden ihr« ReligionSschrikten besonders zur Nachmittags zu sin׳ dir,׳n pflegen, habe ich bereits an einem anderen Drte mitgetheilt ^). In daS Kapitel der Ritualistit gehören noch folgende Gebräuche, melä)e den Muhammedanern verboten werden, weil sie von den Juden geübt werde«. Die Tradition verbietet das sogenannte 8 a (1 a 1 <יאל־0רל beim Gebete. In der TraditionSsammlnng des Bejhaki wird von 'Ali überliefert, das; er einst Leute beten sah, die ihre .Kleider in Form des Sadal umhatten (kad sadalü tijabahum); da sprach er: ״es ist, als ob dies Juden wären, die aus ihren S>1»agogen herauskomine» *),״ Die Etklärttng des Sadal wird von verschiedenen Gelehrten in verschiedener Weise gegeben. Abu ttlbejd sagt in seinem lexikalischen Werke (al-g;u׳ib), das Sadal bestehe darin, das; man das Cbeifleib lang herabhängen lasse, ohne die Seiten zusammenzufassen. Nach Anderen besteht es darin, das; man einen Schleier um den Kopf hülle und dessen Enden rechts und links frei hängen lasse, ohne sie um die Schultern zu schlingen. Andere Erklärungen ganz übergehend *), in denen jedoch stets hervorgehoben wird, daß die al- ') Zeitschr. d. D. M. Gos. 1878 6. 1 Bei Al-Lujütt, Hschr. der Leydener Universitätsbibliothek, Cod. Warner er. 477!1») tol. tob ^אנה כרג פראי קומא קד פד^וא היאפה כאכהם יהוד 5רגוא סן פהרחם, Fuhr ist S ynagoge oder Lehrhaus der Juden; eine richtige Erklärung dieses Wortes ist noch nicht gegeben. Die Zusammenstellung dieses Wortes mit פורים, die auch BistLnl im Muhit s. v. annrmmt, kann nicht in Betracht kommen. *) In der Abhandlung Al-Sujüti's findet man diese Erklärungen zasammengeftellt.

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