Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 29 (1880)
- Issue
- Heft 7 (Juli 1880)
- Article
- Über jüdische Sitten und Gebräuche aus muhammedanischen Schriften
- Date
- 1880-07-01
- Page
- Seite 307 (sequence 6)
- Language
- German
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aus muhammedanischen Schriften. :107 Häuser nicht höher errichten, als die der Muslims, selbst dann nicht, wenn der muhammedanische Nachbar damit einverstanden wäre, denn es wird überliefert, daß der Prophet gesagt habe: Der - Jslanr geht in die Höhe, wird aber nie überragt. _ES ist ihre Pflicht sich von uns in ihrer^leMng^u unterscheiden; der Jude trage honigfarbene Kleider und binde einen Lappen um seine Mütze und Turban, der Christ hingegen trage einen Gürtel (ruunür) über seiner Kleidung, uns aber ist verboten ihnen ähnlich zu thun. Es heißt im Iknä‘ (einem hanbalitischen Rechtöwerle): Es ist verboten, die Sitten der Schrift« besitzer nachzuahmen. und hierin sind die Imams sämmtlicher Nechtsschulen derselben Ansicht (ixmL° --- oou8su8u8 eevls8iatz); wer dieses Nerbot Übertritt, muß bestraft werden. Nachdem nun die gelbe, blaue oder rothe Farbe des Turbans zun! Erkennungszeichen dieser Andersgläubigen geworden, ist es dem Muslim verboten, Turbane dieser Farben zu gebrauchen. Es ijsverboten, vor ihnen auszustehen ') ober ftc n Zusannnenkünften obenan zu setzen, es sei denn, daß man hierdurch sie für den Islam zu gewinne» glaubt. Es ist verboten sie früher zu grüßen (mit dem saläm) י) oder mit der Frage: wie ist dein Morgen, dein Abend, oder wie befindest du dich? es ist verboten ihnen zu gratuliren oder zu condoliren, siH ihrer Krankheit zu besuchen'). sonstige Rücherinhaber hinweg. Die Toleranz in dieser Beziehung geht heute so weit, das; man es in Kairo duldet, das; der lcvantinische Jude Castelli die Grundwerte des Islam in seiner Druckerei druckt und in seincm Laden verkauft. Die größten Scheichs beziehen ihren Navavi und Muslim vom Juden Castelli, dessen Druckerei die beste Ausgabe dieses Werkes lieferte. Nur die Hanbaliteu sr nd in Betreff diese« Gesetzes scrupulöser. Ich konnte mich davon durch die abenteuerliche Art überzeugen, in welcher ich den hanbalitischen Nechtstanon kaufte, dem obiges Kapi'el entnommen ist. 's Muhammed verbot den Juden den üblichen Gruß al-salLw '»lojicuw zu gebrauchen, weil die Juden angeblich unter »l-saläm den Tod »erste- Heu. ') Das Ausstehen ist als Zeichen der Ehrerbietigkeit im muham- 20*